Montag, April 06, 2009

soso

Sonntag, April 05, 2009

Frankfurt Musikmesse 2009

Ein kurzer Eindruck von der Musikmesse Frankfurt in diesem Jahr. Im Grunde ist es jedes Jahr dasselbe Spektakel, dieses Mal fiel die Messe zwar etwas kleiner aus als in den Vorjahren, doch seitens der Aussteller hat sich im Allgemeinen nicht viel geändert.

Die großen Gitarrenhersteller bringen Re-Issues, Vintage-Replikas, Road-Worn und andere mythologisierende Modelle auf den Markt, während wenige kleine Hersteller eigene Wege gehen und damit überzeugen.

Mir persönlich gefallen immer wieder aufs neue die Gitarren von Rainer Tausch, Coura und Flaxwood. Tausch überzeugt mit eigenständigen Designs wie der Slashdot und erstklassigen Modellen in Standardformen mit eigenen Features wie die teleähnliche 665-Serie.
Die Kenya-Gitarren von Coura sind nicht nur für Afrikafreunde tolle Dekoration, sondern auch als Instrumente echte Schmuckstücke. Die sehen gut aus und fühlen sich wunderbar an.
Zu den Gitarren von Flaxwood muss ich nicht viel sagen, sie überzeugen auf ganzer Linie. Das bezieht sich auf Spielkomfort, Handwerk und Herstellungsverfahren, Sound... Und dann ist da dieser ganz besondere Wohlfühlfaktor...
Die NAMM-Shows waren für Flaxwood schon erfolgreich und wenn man sich die erweiterte Player-Liste anschaut, dann dürfte klar sein, dass dies Instrumente für Musiker sind, die von Flaxwood präsentiert werden und keine gefaketen Artefakte für Sammler.
Finnland bringt Gitarren für eine bessere Welt. "Better Tone, better World" Ob die Welt davon besser wird, wird sich zeigen. Zumindestens der Klang ist echt und wartet darauf von Spielern entdeckt zu werden.

Rick Graham präsentierte die Flaxwood Laine mit Flitzefingerläufen über einen Elmwood Stinger 30 Vollröhrenverstärker.

Außerdem gab es eine Schönheit aus dem Flaxwood Custom Shop zu sehen. Eine Jazzvariante des Liekki Modells mit einem Charlie Christian Style Halstonabnehmer des Gitarrenbaumeisters Veijo Rautia. Binding am Hals, Goldhardware, Tobacco Sunburst und gewohnt erstklassiger Spielkomfort. Nicht nur für Jazzfreunde... Hier gibt's auch ein Video, in dem Richard Lundmark das Modell vorstellt.


Tja, und dieser feine Kerl aus Schweden spielt nicht nur eine schicke Gitarre von Caparison, sondern betätigt sich dabei noch als Alleinunterhalter und gewährt nebenbei Einblicke in seine Spieltechnik und ist dabei so auf dem Boden, dass man sich wie bei einer Plauderei im Wohnzimmer fühlt.
Mathias IA Eklundh.


Es gab ne Menge mehr zu sehen, viel Krach und allerlei. Draußen schien die Sonne und wenn man seit den letzten Messebesuchen verstanden hat, dass alle Hetze nichts bringt und eine Gitarre nur eine Gitarre ist, dann konnte man sich getrost in die Sonne setzen und auch mal eine Pause einlegen.

Mein Lieblingsmodell bleibt die Flaxwood Äijä mit der schicken sandgestrahlten Oberfläche und aktiven EMG-Tonabnehmern. Nur würde meine Wahl eher auf eine 60/85 Kombination, möglicherweise aus der EMG-X Serie oder HAs fallen, als auf die bissigere 85/81-er Variante.