Freitag, Juli 31, 2009

Comicversuche

Women with guns/swords/any big weapons... ist ein beliebtes Genre in den Gallerien des weltweiten Netzes. Die meisten dargestellten Heldinnen glänzen mit Freundlichkeit, Sex-Appeal und perfekter Frisur und Linie. Ganz anders die Unbekannte in dieser Zeichnung. Kontextlos und unausgeschlafen wackelt sie auf einem Bein, noch zu müde, um sich über die lächerliche Kanone an ihrem Arm aufzuregen...

Vorzeichnung mit Bleistift auf Papier, dann gescannt und in GIMP mit Grafiktablett grob coloriert.

Grafiktabletts sind eine feine Sache. So langsam erarbeite ich mir Routinen im Umgang mit diesem Werkzeug - Ich hab noch viel zu lernen...

Frag' nen Künstler - FAQ


Auch schon mal ne Frage gehabt, die man nem Künstler stellen wollte?
Gern gewußt, was Kunst und allerlei Kritzelei eigentlich soll?
Der Meinung, "dass das ja jeder kann!"?
Gern verstanden, wie ein Künstler denkt und die Welt sieht?

Wer keine Angst vor Antworten hat, ist herzlich eingeladen, Fragen zu stellen und Antworten zu kommentieren.
Bis zum 31.8.2009 werden Fragen gesammelt und nach und nach bearbeitet.

Fragen als Kommentare zu diesem Beitrag schreiben oder per E-Mail (siehe Profil) senden.

Freitag, Juli 24, 2009

Wo die Wilden Kerle Wohnen - Tribute by ald

Eine kleine schnelle Tribute-Skizze, die ich gerade angefertigt hab, nachdem ich den Trailer zu "Wo die Wilden Kerle Wohnen" angeschaut hatte und von den feinen Arbeiten auf Terrible Yellow Eyes inspiriert worden bin.
Kugelschreiber auf Papier, dann gescannt und mit GIMP und Grafiktablett grob coloriert.

Wo die Wilden Kerle Wohnen




Das Bilderbuch von Maurice Sendak wird verfilmt und kommt im Herbst in die Kinos.

Das Bilderbuch in seiner Einfachheit und Magie verzaubert auf ganz seltsame Weise. Ob der Film dem nahe kommt? Man wird sich überraschen lassen...

Neben dem Film gibt es auch eine Internetseite, auf der Künstler und Illustratoren präsentiert werden, die sich den Wilden Kerlen gewidment haben: Terrible Yellow Eyes. Ein schönes Projekt.

Donnerstag, Juli 23, 2009

Flaxwood Liekki Video Review (PremierGuitar)




Eine Videorezension der Flaxwood Liekki E-Gitarre.

Mittwoch, Juli 22, 2009

the jazz years 2


'"electric guitar.

strings ring true quietly,

then wail

amplified"


(ald 22.07.2009)

the jazz years



"Art.

such a

delightful way

to gain

insanity"

(ald 21.07.2009)

Freitag, Juli 03, 2009

kleine Kritzeleien


"Sei mutig! Fordere die Welt heraus und kitzle sie mit nackten Füßen während sie träge in der Sonne schläft!" (ald 02.07.2009)



Mittwoch, Juli 01, 2009

stock worn guitars

I watched Rory Gallagher on DVD. Then I wanted to play my guitar and tear and wear it down myself. You don‘t go into a store and buy a 'stock' worn guitar.
(ald 26.05.2009)

Rory Gallagher - A million miles away

Abgegriffene Gitarren von der Stange? Gibt's auch angekaute Bleistifte von der Stange? Oder genauer: Bleistifte, die über Monate und Jahre angespitzten, abgegriffenen und angekauten Bleistiften nachempfunden sind? Wer will denn sowas?

Gebrauchsgegenstände und durch Abnutzung dekorierte Gebrauchsgegenstände erhalten ihren besonderen Reiz durch die Geschichten, die man an ihnen aufgehängen hat. Deren Erzähler sind Besitzer, Nutzer, Betrachter, Sammler, die zu diesem und jenem Detail eine Anekdote erzählen, eine Interpretation, ein mythisches Fragment abgeben können. Der Gegenstand selbst wird zum Projektionsobjekt ihrer Erzählungen, zum Knoten, der verschiedene Deutungen und Kontexte zusammenführt.

Man mag geneigt sein, den Gegenstand als Objekt verdichteter Information zu verstehen, doch ist es nicht der Gegenstand, der die Geschichte erzählt, sondern ein Betrachter, der zum Erzähler wird, sobald er den Gegenstand und seine Beschaffenheit bewußt kontextualisiert. Es ist genau dieser Betrachter/Erzähler, der Information (in sich) verdichtet. Man sollte von einem komplexen Verhältnis zwischen Gegenstand, Erzählung, Erzähler und Rezipienten sprechen, wobei Erzähler und Rezipient als zwei Funktionen einer Person verstanden werden können.
Sind die Geschichten innerhalb eines Kontextes durch den Erzähler an den Gegenstand gebunden, so wirkt letzterer als Symbol und kann bei entsprechender Lesekompetenz eines weiteren Rezipienten entschlüsselt werden (hier wird die verdichtete Information dekomprimiert), sofern der weitere Rezipient nicht selbst zum Erzähler wird und eine eigene (abgewandelte) Geschichte in denselben, einen ähnlichen oder gänzlich anderen Kontext stellt.

Ob die Gitarre nun über Jahre gespielt und abgenutzt wurde oder sie bei neuer Herstellung eine abgenutzte Optik und Haptik erhalten hat, ist für ihre Funktion als dekorierter Gebrauchsgegenstand unerheblich, sofern Erzähler/Rezipienten sie durch Erzählung kontextualisieren.
Das geschieht bei sogenannten authentischen abgegriffenen Gitarren, wie auch bei Repliken über Details wie Seriennummer, Schaltung, Material, Herstellungsverfahren, "Spielspuren" usw.

Verschiedene Details sind innerhalb manch enger Kontexte Kriterien für (kontextinterne) Authentizität, deren Deutung akzeptiert werden muss bzw. deren Akzeptanz als Zugangsvoraussetzung für die Initiation in eine gegebene Erzähler-Rezipienten-Gruppe gilt.

Wesentliche Kriterien (neben der dauernden zeitlich-räumlichen Existenz des Gegenstandes) für die Authentizität eines abgegriffenen dekorierten Gebrauchsgegenstandes sind Material und nachvollziehbare Gebrauchsspuren. Gebrauchsspuren werden von Schäden unterschieden.
Handelt es sich um eine Replik, müssen zumindestens Material und Gebrauchsspuren kontextintern stimmig sein.

Bei den Erzählungen bzw. bei der im Erzähler verdichteten Information muss es sich nicht ausschließlich um Geschichten im Sinne literarischer Texte handeln, es sind zudem sinnliche Erinnerungen und konstruierte sinnliche Eindrücke, die innerweltlich erfahren werden, sobald der Gebrauchsgegenstand als Schlüssel dazu verwendet werden kann.
Der Symbolwert der No.1 Strat von Stevie Ray Vaughan und einer der Repliken kann unter Umständen identisch sein.
Darüber hinaus ist es abstrahierte und neukontextualisiert konkretisierte Information, die mit dem Symbol verknüpft werden kann. Innerhalb eines relativ weiten Kontextes (Kultur?) lassen sich bei verschiedenen Erzählern/Rezipienten ähnliche Projektionen, Erzählungen und Deutungen feststellen. Innerhalb relativ enger Kontexte (exklusiven Gruppen, Subkulturen mit eigenen Erzählungen und verbindlichen Deutungen) sind die erwarteten Deutungen ähnlich bis identisch.

... wird noch fortgeführt...

-ald