Montag, November 28, 2011

Everland und Cepa Nueva im Molly Malone's (Marburg)

Everland und Cepa Nueva am 26.11.2011 Molly Malone's, Marburg

Cepa Nueva:
Ulrich Hohmann (Gitarre)
und Claas-Johann Voß (Violoncello)

Anders als geplant

Eigentlich sollte Everland als Support auftreten, doch der Haupt-Act, dessen Name mir entfallen ist, musste absagen. Stattdessen wurde Everland zum Headliner und bekam spontanen Support von Cepa Nueva, die noch in der vorherigen Nacht im Café Amélie aufgetreten waren.

Über

Beide Bands kommen aus Gießen und setzen sich fast ausnahmslos aus Studierenden des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der JLU Gießen zusammen.
Cepa Nueva spielten selbstgeschriebene Stücke mit Flamencoeinflüssen, und Everland bedienten Irish Folk-Freunde mit einem großen Repertoire und ergänzten mit gut ausgewählten Stücken aus anderen Bereichen und eigenen i-Tüpfelchen.

Place to be

Manche Musikkneipen betritt man nicht einfach, man steigt zu ihnen hinab und begibt sich auf eine andere Ebene. Unter die Erde, wo die Musik anders klingt und das Grollen und Humpfen tanzender Kellertrolle den Beat verstärkt.
An den Wänden stehen geleerte Flaschen diverser Single Malts, hängen Instrumente und allerlei Zeug, das schon nicht neu gewesen sein dürfte, als es für diesen kleinen Platz zur Ewigkeit ausgewählt wurde.

Ein Geist geht beschwingt zwischen den Gästen einher und nimmt Bestellungen entgegen, erzählt Geschichten zwischen Rauch, Guinness und Whisk(e)y. Wie Tom Bombadil als Gastwirt an einem verwunschenen Ort, an dem Zeit und Kommunikation anders sind: Kein Handy-Empfang der digitalen Anderwelt - man darf sich ungestört mit seinen Tischnachbarn unterhalten und der Musik lauschen.
Das Molly Malone's ist so ein Musikkeller.
 
Gute Unterhaltung

Die Stimmung ist freundlich und die Musik lädt sein, sich hinzusetzen und zuzuhören, verspricht einen stressfreien Samstagabend. Der Auftakt von Cepa Nueva betört mit Flamenco und gekonnten Improvisationen zum Verweilen. Und Everland schließt ebenso sympathisch mit Irish Folk an. Beschwingtes Klatschen, Tischtrommeln und Gesang vom Publikum: Whiskey in the Jar. Getanzt wird wenig. Das Publikum hört zu und wird mit bemerkenswerter Leichtigkeit und Charme von den Musikerinnen über drei Stunden vom späten Abend bis in die Nacht hinein unterhalten.

Sowohl Everland als auch Cepa Nueva arbeiten gerade an Studioaufnahmen. Der Live-Besuch lohnt sich jetzt und wird sich auch danach noch lohnen. Und weil live und in echt schöner ist, darf man für jede Musikkneipe in der Umgebung dankbar sein.

Hingehen und zuhören.


Everland (von links nach rechts):
Heike (Tin Whistle, Vocals), Anette (Fiddle), Tina (Vocals, Bodhrán, Fiddle),
Lena (Accordion, Vocals), Eva (Guitar, Accordion, Percussion)

Mittwoch, November 23, 2011

Kritzeleien und Notizen: Kein Künstler spricht...

 "Kein Künstler spricht..."
über Notizen zum Podcast.

Ein Versuch

Ich trage mich schon seit langem mit dem Gedanken, einen kleinen Podcast zu diesem Blog zu machen. Gesprochene Notizen über Kunst, Musik und Literatur und den Rest des Ganzen. Und viel Quatsch.

Bisher hatte mich daran gehindert, dass ich keine Erfahrung mit Podcasting hatte und dass mir das Einbinden eines Flash- oder Java-Script-Players zum Abspielen auf dem Blog eine Hürde bereitete. Dabei ist letzteres garnicht so schwer, trotzdem blockierte es mich.

Einblicke ins Podcasting konnte ich in einem Seminar an der Uni sammeln, in dem die Möglichkeiten der Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten in diversen Podcast-Formaten ausprobiert wurden. Und zum Thema Flash-Player dachte ich mir am Wochenende: "Quatsch." Ein Link zur MP3 oder OGG Vorbis-Datei reicht erstmal, denn Browser verfügen über Plug-Ins zur Wiedergabe von Mediendateien und herunterladen kann man sich die Dateien auch, um sie dann in einem externen Media-Player abzuspielen.

Manchmal muss man die kleinen Steine, über die man stolpert, erst erkennen, um dann mit aufmerksamer Umsicht weiterzugehen.

Kein Künstler spricht...

Mit dem Podcasting-Format will ich zunächst experimentieren. Neben dem Entwurf und ersten Gehversuchen in einer etwa zwanzig Minuten langen Testaufnahme, steht schon der Titel des Podcasts. Zum Beispiel:

Kein Künstler spricht... über kreative Schaffensprozesse

oder

Kein Künstler spricht... mit sich selbst über das Problem, von Musen ungeküsst zu sein.

oder

oder

Neben den Notizen sind zwei kleine Kugelschreiberkritzeleien entstanden, die ich anschließen mit Aquarell coloriert habe.

Klecks.

Ein relativ unspektakulärer Kritzelklecks und eine blonde Frau in Jeans, die in meiner Vorstellung irgendwie so krakeelt wie Janis Joplin.

Shout out your Blues.

Dienstag, November 15, 2011

"Fast Winter"-Zeichnungen: Mathe, Drachen und Märchenburg


Zeichenzeug und ein neues kleines Notizbuch.
Fast Winter

Die Erde kreist zur Zeit in einem ungünstigen Neigungswinkel um die Sonne, so dass uns hier das Sonnenlicht nur für wenige Stunden erreicht. Falls es nicht von Wolken gefiltert wird und Städte und deren weite Umgebung in diffuses ausgegrautes Licht taucht.
Es ist eine Zeit für künstliches Licht. Kerzen und Lampen, Laternen und Schaufensterbeleuchtung. Fernseher, Monitore und Smartphonedisplays.
Der Drache sitzt derweil auf seinem Felsen und betrachtet sehnend den Mond, der das Licht der Sonne reflektiert und so scheint als leuchte er selbst. Trickster. Oder doch ein freundlicher Begleiter in der Nacht.

Drache auf Fels (ald) 06.11.2011
Bleistift und Aquarell

Es ist eine Skizze mit Bleistift und Aquarell auf Kopierpapier unterhalb einiger Notizen über Narration bei Rollenspielen und der Perspektive von Spielern und Spielfiguren auf eine erzählte Situation - und bezüglich der Spieler auch auf die Erzählsituation. Solche Notizen sammle ich gelegentlich, um sie im Archiv der Hausregeln für Rollenspiele zu hinterlegen. Ein langfristiges Projekt, in dem die Narrationsform Rollenspiel beschrieben und untersucht wird - zusammen mit Spielideen und Interpretationen diverser Rollenspielregelsysteme. Mittlerweile ist ja Skyrim - The Elder Scrolls V erschienen, eines der wenigen Computerrollenspiele, das mich noch interessiert. Ich würde gerne an Story, Gameplay und Konzept eines Computerrollenspiels mitarbeiten, das die Narrationsform von Tischrollenspielen (Pen&Paper) überträgt oder zumindest von den begrenzten Interaktions- und Narrationsmöglichkeiten bisheriger Spiele abweicht. Die Übertragung auf Computerspiele hat (meiner Meinung nach) bisher nicht überzeugend funktioniert - wie auch jüngste Versuche wie Drakensang basierend auf dem populären Spielsystem Das Schwarze Auge zeigen. Immerhin liegt der Spiel-CD auch das Basisregelwerk als PDF-Datei bei.

Kritzelstudien und Landschaften

Eine Seite im kleinen roten Notizbuch. 

Landschaften in Kritzeleien zu sehen fällt erstaunlich leicht. Es genügt eine zittrige Linie, um den Horizont auszumachen und im Inneren eröffnet sich eine Landschaft, die erforscht werden kann. Ich beginne eine Reise und über die Reise eine Erzählung. Mühelos.

Eine colorierte Kritzelstudie.
Kugelschreiber und Aquarell.

Solche Kritzelstudien zeigen nicht nur Landschaften, sondern auch seltsame Szenen von unbekannten Objekten, fremden Gestalten und verzerrten Räumen. Trotz ihrer Befremdlichkeit sind sie gegenständlich und im Inneren erlebbar. Das Landschaftserleben im Äußeren wie im Innern scheint mir einen engen Bezug auf kognitive Prozesse und Informationsverarbeitung zu haben. Ich erlebe Informationen als Objekte im inneren Raum und deren Relation und Bewegung zu anderen Objekten in einer weiten Landschaft und mitunter in voneinander getrennten Räumen.

Kunst im Park

Dieses Steintor ist ein Portal in der Landschaft. Es scheint unsinnig - wozu ein Tor, wenn es keine Räume verbindet? - bis man sich dem Tor mit den Sinnen nähert. Wie das Licht darauf spielt, Moos wächst, der Wind darum weht und man hindurchgehen, hinaufklettern oder es in der Ferne passieren kann. Es wirkt jeweils anders. Was man erlebt, wenn man hindurchgeht, erfährt nur, wer es versucht. Vielleicht gibt es ein Lächeln zu entdecken. Das ist wie mit künstlerischen Plastiken im Park. Ein Problem, das ästhetisch-sinnlich verstanden werden kann.

Steintor in der Landschaft.
Eine Plastik - ein Problem.


Künstlerische und mathematische Probleme

 Kleine Kritzellandschaft
und ein seltsamer Gedanke. 

Woher dieser Gedanke kam, kann ich nicht genau rekonstruieren. Es ist nicht mehr als ein Fragment, das hinterfragt und bestenfalls korrigiert werden kann:

"Probleme, die scheinbar mit Mathematik lösbar sind, lassen sich im Geiste bewegen."

Ich bin mir allerdings sicher, dass ich in den vergangenen Wochen ein Gespräch geführt hatte, das sogenanntes Talent in künstlerischen Disziplinen thematisierte und wir dabei auch auf Mathematik kamen. Aus ihrer allgemeinen Schulerfahrung sprechen manche gerne davon, dass sie Mathe nicht können - und auch kein Talent für Kunst hätten. Unabhängig davon, was dazu zu sagen wäre, behaupte ich, dass Mathematik und Kunst mehr sind als fehlerfrei im Kopf rechnen und eine fiktive Hauptstraße in Fluchtpunktperspektive zeichnen zu können. Probleme verstehen und Lösungsstrategien anwenden. Darum geht es. Wenn man sich verrechnet, wird man das bei der Überprüfung merken. Das gilt auch für künstlerische Probleme.

Fluxkompensator?

Ich erinnere mich an eine Nacht, in der ich aus einem Halbschlaftraum aufwachte und über Kugeln und Ellipsoide nachdachte und versuchte eine Art Formel zur Berechnung bliebiger Punkte auf der Oberfläche einer Kugel zu Punkten auf der Oberfläche einer anderen Kugel zu finden. Ich stand auf und fertigte schlaftrunken ein paar Skizzen mit Kugeln in dreidimensionalen Koordinatensystem an. Bis heute habe ich keine Lösung für das Problem gefunden, schmökere aber hin und wieder in meinen Mathematikformelbüchern. Der Bezug zu dem losen Gedanken, dürfte deutlich werden. Ich entdeckte ein Problem, das ich mit Hilfe der Mathematik lösen und deren Lösung mathematisch beschreiben wollte und ich konnte dieses Problem im Geiste bewegen. Denn ich sah und fühlte Kugeln und Ellipsoide im inneren Raum, wie sie sich bewegten und wie einzelne Punkte auf deren Oberflächen Verbindungen zu Punkten auf der Oberfläche anderer Kugeln und Objekte hatten. Durch die Bewegung der Kugeln veränderte sich die Distanz und Relation der einzelnen Punkte.

NASA knows

Jetzt, da ich das schreibe, sehe ich die Kugeln und Ellipsoide als Planeten und Monde und die Punkte als Städte und interstellare Raumstationen. Die Verbindungen sind Strecken und Flugbahnen. Wahrscheinlich hat die NASA mein Problem schon längst gelöst. Ich sollte denen mal eine E-Mail schreiben. Desweiteren fällt mir ein, dass das Computerspiel Elite II - Final Frontier eine sehr detaillierte Darstellung der Sternensysteme hatte und man Bewegung und Rotation der Planeten und Monde sowie die Flugbahnen zu den Sternhäfen gut verfolgen konnte. Da ich das Spiel gerne spielte, ist hier möglicherweise ein Hinweise darauf, dass die Darstellung von Information (auch in Spielen) kognitive Denkmuster beeinflusst und also erst befähigt, manche Probleme im Geiste zu bewegen.

Wo kommt nun endlich die Mathematik ins Spiel? Sie liefert ein Instrumentarium zur Beschreibung und Lösung des Problems. Die Probleme können spannend, phantasievoll und unterhaltsam sein, oft sogar praktisch - man denke an die Berechnung von Flugbahnen von einem Raumhafen zum nächsten - wer sie lösen will, bedient sich der Mathematik.

Und die Kunst?

So, wie sich Probleme mathematisch lassen, können sie künstlerisch angegangen werden. Das kann eine Fragestellung oder eine Aufgabe sein. Oft sind Aufgaben mit Fragestellungen verknüpft, und es gilt, einzelne Aufgaben als Schritte zum Verstehen und später zur Lösung des Problems zu erkennen und durchzuführen.
Manche Probleme tauchen erst auf, wenn man bestimmte Erfahrungen gemacht hat. Ideen und Probleme sind nicht ohne Kontext. Je nachdem welchen Kontext man wahrnimmt, erkennt man Probleme und Ideen zur Lösung von Problemen oder einfach: Spielideen.

Hat man eine Anzahl an Objekten und Handlungsmöglichkeiten damit zu hantieren, dann entdeckt man Spielmöglichkeiten. Fast so wie MacGyver. Der hatte auch viele Probleme und allerlei Zeug, um die Probleme zu lösen. Außerdem hatte er einige Ideen, was er damit anstellen könnte - womöglich weil er in der Schule aufgepasst hat. So jedenfalls die versteckte Propaganda der Sendung. MacGyver war die Sesamstraße für nerdige Teenager in den 80-ern. Eine Aufgabe die zeitgenössisch von Computerspielen übernommen werden müsste, die bislang aber eher für die Tradition von Mythen und derlei genutzt werden.

Ein weiterer Travel-O-Fant auf der Reise. 

Zukunftsvision

Science-Fiction ist Gedankenspiel innerhalb eines Kontextes von fiktiver Technologie und utopischer oder dystopischer Gesellschaft und was darin geschehen mag.
Als ich die Travel-O-Fanten von Claire Mux entdeckte, sah ich damit Fragmente zur Bildung eines Kontextes, in dem gespielt werden kann. Lebendige Maschinen, die mich an die Raumschiffe in Farscape erinnerten und Elefanten, die die verschollen gegangenen wolligen Mammuts aus dem Abenteuerspiel Syberia wachriefen. Ich vermute auch eine gruselige Verknüpfung der Entwürfe von Claire Mux mit den nanotechnologischen Zombies aus meinem unvollständigen automatisch geschriebenen Roman. Dem werde ich nachgehen.

Bisher konnte ich an keine Konstruktionsskizzen der Designerin Claire Mux gelangen, und so bleibt es bei den wenigen Außenansichten, die mich zu sehr an Elefanten und zu wenig an die kybernetisch-hybriden Reisetiere aus dem Hause Wolpert&Glück erinnern. Ich warte auf Berichte der Reisenden.

Eine liegende Gestalt in Kritzellandschaft.
Sind das Gebüsche oder Rauchwolken?
Vielleicht eine Weltraumreisende nach einem Absturz ihrer Flugmaschine?

Märchenlandschaften

Neben der Science-Fiction gibt es Märchenhaftes und Fantasy, das ich in den Kritzeleien entdecke. Bei den Bäumen dachte ich, dass sie bereits in den bisherigen Skizzen zu sehen waren und z.B. diese Ansicht einer Märchenburg einen weiteren Ausschnitt derselben Landschaft zeigt.

Eine Seite Märchenhaftes.
Burg, Turm und Ritter
- und ein Heißluftballon am Horizont. 

Ritter und Turm zeigen eine Szene, die der Geschichte aus meinem Drachenbilderbuch entnommen ist. Der kleine Ritter ist auf der Suche nach einer Prinzessin. Die Umerzählung einer alten Geschichte. Boy seeks girl.

Herbstlandschaft und Märchenburg


Am Schluß ein Eigenzitat aus der Reflexion langjähriger Spielleitererfahrung im Rollenspiel und übermäßigen Konsums realitätsferner Filme und Geschichten. Eine Art Affirmation und ein Zen-Rätsel über den Selbstbetrug, in der eigenen eingeschränkten Perspektive auf die Welt, Sinn stiften zu wollen.

"I (want to) believe in happy endings.
And if a story does not have a happy end
- then the last chapter hasn't been told, yet." (ald 15.11.2011)

Ritter und Prinzessinnenturm
"Was ist, wenn der Turm unbewohnt ist?" 

Dienstag, November 08, 2011

AutoWrite 44 - tidal currents

AutoWrite (Klick aufs Bild zur Vergrößerung)

Samstag, November 05, 2011

AutoWrite 43 - monochromatic tune


Freitag, November 04, 2011

Herbstzeichnungen: Landschaft, Flutdrache und Typ mit Toaster


Bleistift, Knetgummi, Spitzer, kleines rotes Notizbuch,
Aquarellkasten, Kugelschreiber im Lederetui

Auf die Sonne warten

Da ich die Digitalaufnahmen der Zeichnungen mit einem mittlerweile alten Sony Ericsson Cybershot Mobilfunktelefon anfertige und ich keinen Blitz verwenden möchte, muss ich darauf warten, dass die Sonne durch's Fenster scheint. Dann platziere ich das kleine Notizbuch mit Stiften und Farben auf der schönen handgefertigten Wolldecke und knipse ein paar Fotos. Die Aufnahmen werden anschließen in GIMP skaliert.

Notizbuchseite: Bleistsiftkritzeleien, coloriert
mit Aquarellfarben

Am vergangenen kleinen Künstlertreff ging es u.a. um Landschaftzeichnung und perspektivische Tiefe. Wie lässt sich Tiefe suggerieren und welche Details sind dabei wichtig? Wie wird der Blick des Betrachters gelenkt? Wo im Bild hat der Betrachter seinen gedachten Standpunkt und was passiert, wenn er dort nicht stehen bleibt?

Landschaft mit verschiedenen Ebenen
in Vordergrund und Hintergrund

Diese kleine Landschaft kritzelte ich zur Demonstration der Erarbeitung von Vorder- und Hintergründen. Zwar liegt die Baumsilhouette im Bildmittelgrund, aber der Blick wird weiter nach rechts gelenkt zu dem entfernten Baum, dessen Wipfel in leichtes Herbstsonnenlicht getaucht ist. Die Pilze liegen dabei in der Blickachse und beim Betrachten kann man den Fokus zwischen Baum und Pilzen wechseln.

Drache über Flutlandschaft (ald 02.11.2011)

Diese kleine Szene entstand zur Demonstration von zeichnerischer Ergänzung von Farbauftrag. Der leichte Farbauftrag entstand als Pinselkritzelei und schaffte den Hintergrund. Mit dem Bleistift wurden ganz leicht Konturen und Silhouetten gesetzt, so dass eine Landschaft unter Wasser zu sehen war. Aus der Ferne näherte sich schon bald ein Drache. Ein freundlicher Drache, vielleicht auf der Suche nach Menschen und Tieren in Not? Sobald er sich näherte, konnte ich ihn zeichnen. Die Szene kommt fast ohne Details aus. Was angedeutet ist, wird vom Betrachter innerlich vervollständigt. Das funktioniert manchmal deutlicher, als würde man versuchen detailliert zu zeichnen.

"..."
Toaster Guy (ald)
Der Typ mit dem Toaster

Bei dieser Kritzelei entstand zuerst der Hintergrund als Kompositionsstudie bis ich entdeckte, dass im Vordergrund eine Gestalt an einem Tisch sitzt. So als wäre der Tisch in eine Nische gerückt. Auf dem Tisch ein Gegenstand, den ich nur irgendwie als Toaster erkennen kann. Mir kam zunächst die Idee eines Weltraumhelms und ich war versucht, aus der Gestalt Eric den Weltraumpiloten zu machen. Ich entschied mich dafür, die Szene so zu belassen und colorierte sie anschließend. Mir gefällt die Tür im Hintergrund, und der unausgesprochene Dialog des Typen mit seinem Toaster steht fast archetypisch für alltägliche Frühstücksbegegnungen mit Haushaltsgeräten.