Cepa Nueva:
Ulrich Hohmann (Gitarre)
und Claas-Johann Voß (Violoncello)
Ulrich Hohmann (Gitarre)
und Claas-Johann Voß (Violoncello)
Anders als geplant
Eigentlich sollte Everland als Support auftreten, doch der Haupt-Act, dessen Name mir entfallen ist, musste absagen. Stattdessen wurde Everland zum Headliner und bekam spontanen Support von Cepa Nueva, die noch in der vorherigen Nacht im Café Amélie aufgetreten waren.
Über
Beide Bands kommen aus Gießen und setzen sich fast ausnahmslos aus Studierenden des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der JLU Gießen zusammen.
Cepa Nueva spielten selbstgeschriebene Stücke mit Flamencoeinflüssen, und Everland bedienten Irish Folk-Freunde mit einem großen Repertoire und ergänzten mit gut ausgewählten Stücken aus anderen Bereichen und eigenen i-Tüpfelchen.
Place to be
Manche Musikkneipen betritt man nicht einfach, man steigt zu ihnen hinab und begibt sich auf eine andere Ebene. Unter die Erde, wo die Musik anders klingt und das Grollen und Humpfen tanzender Kellertrolle den Beat verstärkt.
An den Wänden stehen geleerte Flaschen diverser Single Malts, hängen Instrumente und allerlei Zeug, das schon nicht neu gewesen sein dürfte, als es für diesen kleinen Platz zur Ewigkeit ausgewählt wurde.
Ein Geist geht beschwingt zwischen den Gästen einher und nimmt Bestellungen entgegen, erzählt Geschichten zwischen Rauch, Guinness und Whisk(e)y. Wie Tom Bombadil als Gastwirt an einem verwunschenen Ort, an dem Zeit und Kommunikation anders sind: Kein Handy-Empfang der digitalen Anderwelt - man darf sich ungestört mit seinen Tischnachbarn unterhalten und der Musik lauschen.
Das Molly Malone's ist so ein Musikkeller.
Gute Unterhaltung
Die Stimmung ist freundlich und die Musik lädt sein, sich hinzusetzen und zuzuhören, verspricht einen stressfreien Samstagabend. Der Auftakt von Cepa Nueva betört mit Flamenco und gekonnten Improvisationen zum Verweilen. Und Everland schließt ebenso sympathisch mit Irish Folk an. Beschwingtes Klatschen, Tischtrommeln und Gesang vom Publikum: Whiskey in the Jar. Getanzt wird wenig. Das Publikum hört zu und wird mit bemerkenswerter Leichtigkeit und Charme von den Musikerinnen über drei Stunden vom späten Abend bis in die Nacht hinein unterhalten.
Sowohl Everland als auch Cepa Nueva arbeiten gerade an Studioaufnahmen. Der Live-Besuch lohnt sich jetzt und wird sich auch danach noch lohnen. Und weil live und in echt schöner ist, darf man für jede Musikkneipe in der Umgebung dankbar sein.
Hingehen und zuhören.
Everland (von links nach rechts):
Heike (Tin Whistle, Vocals), Anette (Fiddle), Tina (Vocals, Bodhrán, Fiddle),
Lena (Accordion, Vocals), Eva (Guitar, Accordion, Percussion)
Lena (Accordion, Vocals), Eva (Guitar, Accordion, Percussion)






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