Freitag, März 30, 2012

Frankfurt Musikmesse 2012: Entdeckungsreise und Bericht über Gitarren und Innovationen

"Fly on the Vibe of Your Song" (ald)
Intro

Auf der Frankfurter Musikmesse 2012 haben mir drei Dinge besonders gut gefallen.
  1. Wie in den Jahren zuvor besuchte ich den Stand von Flaxwood Guitars, die in diesem Jahr zusammen mit anderen finnischen Unternehmen (Yeseco, Prime Loudspeakers) des TONIC (Tonal Innovation Centers) ausstellten. 
  2. Dann hatte ich eine bemerkenswerte Begegnung mit VGS Gitarren und der Evertune Bridge, für die es nur ein Wort gibt: Supercalifragilisticexpialidocious
  3. Und drittens die elektrischen Celli und Violinen von sbip.
Es folgt ein kleiner Bericht mit Text und Bildern auch über andere Dinge, die mein Interesse weckten.

Anmerkungen
  1. Wer nur die Bilder sehen will, klickt auf ein Bild und kann dann sämtliche Bilder zur Ansicht auswählen.
  2. Gitarre spielen lernen heißt spielen, hören, üben, ausprobieren, Fehler machen, Fragen stellen, Antworten prüfen uvm.  Das geht mit jedem geeigneten Instrument. Zum Lernen sind eine Gitarre und Schreibzeug für Notizen ein guter Anfang. Alles weitere braucht man nur für entsprechende Aufgaben.
  3. Wer auf der Instrumentensuche ist, liest diesen Bericht mit Vorsicht. Denn bei allem Gerede über Instrumente: Das Instrument soll das eigene Spiel unterstützen. Danach sucht man sich ein geeignetes Instrument aus.
Urlaub auf der Musikmesse Frankfurt

Ich hatte mir vorgenommen, den Freitag auf der Musikmesse als einen Urlaubstag zu gestalten.
Ohne Hast. 
Wer die Musikmesse aus musikalischem und beruflichem Interesse kennt, weiß, dass die Musikmesse vor allem laut, stressig und wenig erholsam ist. Wenn man sich nicht vor der Reizüberflutung schützt. Das kann man, indem man ganz bewusst selektive Wahrnehmung verwendet.
Z.B. blendete ich sämtliche Produkte mit dem Hype-Label vintage aus. Alte Gitarren und besonders neue, die auf alt gemacht sind, interessieren mich nicht.

Kleiner Exkurs zu Vintage-Hype und Gitarreninnovationen

"Oh, no. Vintage guitars."

Ich verstehe das Interesse anderer Leute an echten Vintage-Instrumenten. Den Marketing-Gag, überholte Konstruktionsmerkmale von Instrumenten als besondere Qualität zu verkaufen, finde ich dagegen nicht mehr lustig. Und die Versuche an innovativen Weiterentwicklungen vieler bedeutender Unternehmen weisen - wenn auch etwas leise - daraufhin, dass sie ihre einstige Vorreiterrollen wieder einnehmen wollen, denn die unzähligen Konkurrenten bieten Instrumente in Anlehnung an bekannte Designs (S, T, LP, SG, V) oft schon lange kostengünstiger bei gleicher oder besserer Qualität an. Es gibt zwar für die bekannten Modelle Optionen mit zeitgenössischen Konstruktionsmerkmalen, die sind aber allesamt nicht bahnbrechend innovativ. Z.B. verwendet Fender für viele Serien nun spezielle Humbucker im Single-Coil-Format. Mir gefällt das, nur ist das kein Geniestreich.

Vom Neuen
  • Gibson brachte vor einer Weile die digitale Les Paul, die Dusk Tiger und just auf der Messe 2012 die Firebird-X heraus. Dazu Serien mit dem RobotGuitar Stimmsystem.
  • Fender stellte die Neuauflage der in Zusammenarbeit mit Roland entwickelten VG Stratocaster vor (YT-Video). 
  • Line6 bietet seit Jahren schon eine Modelling-Guitar mit der Variax-Serie an und seit kurzem ein komplettes System, das Modelling-Gitarre und Modelling-Amp von Line6 nahtlos integriert: die Tyler Variax.
  • Von MusicMan gibt es endlich das GameChanger-System, das eine software-gesteuerte analoge Verschaltung der Tonabnehmer ermöglicht. Sämtliche Kombinationsmöglichkeiten sind programmierbar und mittels  übersichtlicher Schalter und Potis wählbar. Lötorgien kann man sich sparen. Nur die Pickupaustauschfreaks, was machen die nun? Ein neues Hobby suchen oder anstatt zu löten, Pickups per Steckverbindung austauschen? Es wird bestimmt ein Forum für GameChanger-Tweaker geben.
  • Peavey stellte zusammen mit Antares Audio Technologies die Peavey AT-200 Auto-Tune Gitarre vor. Die Auto-Tune Software arbeitet in der Gitarre und rechnet in Echtzeit verstimmte Saiten in die gewünschte Stimmung (z.B. EADGBE) und korrekte Tonhöhe gegriffener Saiten. Dabei wird zudem die Temperierung des Instruments berücksichtigt. Die wohltemperierte Gitarre per Software? (Ein Video von PremierGuitar gibt's hier.) Ob das für bundlose (fretless) Gitarren auch funktioniert?
Neben den Erweiterungen durch Technologie, die meiner Ansicht nach großes Potential für viele Musiker und deren Arbeit bereit halten, werden andere Ansätze entwickelt und verfolgt, wie die Optimierung von Hardware (siehe Schaller, True Temperament und Evertune), Fertigungsprozesse und Materialien (siehe Flaxwood).
Eine Verknüpfung dieser Ansätze mit den o.a. Entwicklungen ist denkbar und damit eröffneten sich neue Möglichkeiten, Musikinstrumente zu gestalten, sofern sich die Unternehmen auf Zusammenarbeit einigen bzw. Musiker ihre Instrumente entsprechend modifizieren oder mit Sonderwünschen bauen lassen.

Und ich rede nicht von Wunschfarben und Schnitzereien, sondern von ergonomisch angepassten Gitarren, die langlebig, robust, leicht zu warten und für den Musikeralltag geschaffen sind.

Zurück zum Urlaub

Ich wollte mir einen Überblick über das Angebot instrumentalpädagogischer Veröffentlichungen für (E-)Gitarre zu machen, da ich selbst an Übungsmaterial für Gitarrenunterricht arbeite, ein paar Instrumente spielen und einen Bekannten zu treffen.

Das morgendliche Wetter versprach einen heißen Tag, Frühstück gab's beim Bäcker und auf dem Weg zum Zug verbrannte ich mir meine Lippe an heißem Kaffee to go. Im Zug suchte ich mir einen Sitzplatz und reiste in Gedanken und mit dem restlichen Kaffee durch die mögliche Landschaft großartiger Begegnungen, die der Tag bereit hielt.

Es wurde sehr viel besser als erahnt.

Evertune Bridges und VGS Gitarren

VGS Radioactive TD-Special Evertune.

Gitarren verstimmen sich aufgrund von Temperaturschwankungen, bei bestimmten Spieltechniken (extremen Bendings) und wenn irgendein vorbeigehender Witzbold meint, die Flügel der Stimmechaniken müssen alle in dieselbe Richtung stehen.
Kein Grund zur Sorge mehr. Mit der Evertune Bridge sind das Anekdoten von gestern.



Cosmos Lyles, der Entwickler, erklärte mir die Anwendung. Einmal gestimmt, kompensiert das mechanische System (Wiki mit Bild) Stimmungsveränderungen sofort oder bedingt.
Sofort heißt sofort. Wenn das System so eingestellt ist, dann werden so auch Bendings verhindert.
Der Clou dabei ist, dass man das Kompensationsverhalten des Systems für jede Saite einzeln ganz nach Vorliebe einstellen kann. Wer gerne auf den Diskantsaiten Bendings anwendet, mit seinen Patschehänden und Daumenspieltechniken aber gerne mal die Bassaiten verzieht, kann sich das System so einstellen, dass Verstimmungen der Bassaiten sofort kompensiert werden.


VGS Radioactive mit TrueTemperament Bundierung
gespielt über ein Laboga - The Beast.

Keine Sorge, man verlernt dadurch nicht das Gitarrespielen. Man hat nur mehr Zeit und Gelassenheit dazu, weil man nicht mehr fürchten muss, dass die Stimmung während des Stückes verloren geht, wenn man im Winter das Wohnzimmerfenster aufmacht. Studiomusikern und Bühnenspielern hilft das sicherlich auch.
Und spielt man Punk oder Neue Musik und die Verstimmung gehört konzeptuell dazu, dann kann man die Evertune Bridge auch konsequent auf immer verstimmt einstellen. Wie gut ist das denn!?

An dieser Stelle wird mir klar, was die vorbeigehenden Witzbolde demnächst bei Gitarristen mit Evertune Bridge anstellen werden ...

VGS Roadcruiser und Evertune.

Das System ist durchdacht einfach und erfordert kein Hi-Tech wie die oben genannten Entwicklungen von Gibson und Peavey. Möglicherweise ist es daher für bestimmte Anforderungen im Musikeralltag besser geeignet.

VGS Eruption Pro, TrueTemperament und Evertune.

Flaxwood Guitars

Industriedesign berücksichtigt beim Entwurf neuer Produkte die industriellen Fertigungsprozesse, deren Einschränkungen und Möglichkeiten sowie die Anwendungsbereiche des Produkts.
Da hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges getan. Leo Fender entwarf z.B. seine Strat für optimale Bespielbarkeit und für möglichst kostengünstige Serienherstellung.


Unbearbeitete Bodies und Necks von Flaxwood.
Das Holz-Kompositmaterial wird im
Injection-Molding-Verfahren in Form gegossen und bietet
hervorragende akustische Schwingungseigenschaften
bei geringster Fertigungstoleranz, d.h., keine
nennenswerte Serienstreuung mehr.

Flaxwood entschied sich, nicht nur den Herstellungsprozess des Instruments, sondern ebenfalls die Rohstoffverarbeitung zu berücksichtigen. Durch Natural Fiber Composite (NFC) Technologie kann auf die Verwendung gefährdeter Holzarten verzichtet und Transportwege vermieden sowie Bearbeitungsschritte verkürzt werden, so dass Herstellungskosten reduziert werden. (Mal abgesehen von den teuren Maschinen und die Formen für Korpus und Hals.)



Für den Gitarristen ist entscheidend: die Serienstreuung wird so gering gehalten, dass die Selektion im Gitarrenladen weg fällt. Keine toten Gitarren mehr.

Einfach das Modell mit der Lieblingsfarbe und der gewünschten Hardware auswählen und Musik machen.

Die Eine kann man dabei immer noch finden, denn bei der Suche nach dem eigenen Instrument spielen noch andere Faktoren eine Rolle. (Werbung, die Geschichten, die man sich zu dem Instrument erzählt, das Kauferlebnis usw. - Meine selbstgebaute Strat ist ja auch die beste, weil ich sie selbst zusammenschraubte.)

Die industrielle Fertigung von Instrumenten wie der E-Gitarre stellt dabei den handwerklichen Instrumentenbau nicht in Frage. Mich interessiert das Industriedesign genauso wie Einzelanfertigungen wie z.B. von Jan Fišer (siehe unten), Coura, Kraushaar, Ruokangas u.a.
Zudem werden die Flaxwood Rohgitarren von Instrumentenbauern traditionell weiterberarbeitet. Das Handwerk spielt eine wesentliche Rolle.

Ich denke mir auch eine Verknüpfung von Injection-Molding und 3D-Printing, um Sonderanfertigungen umzusetzen.

Flaxwood Liekki

Flaxwood Liekki.

Die Liekki ist eine Art Vorzeigemodell von Flaxwood. Wahlweise mit Stoptail-Bridge oder Schaller LP-Tremolo, 2 P90-artigen Tonabnehmern und F-Loch. P90 Single-Coils sind mitunter sehr beliebt und werden von manchen als die einzig wahren Tonabnehmer bezeichnet. So wie andere nur Apple-Produkte mögen.
Ich finde: Wer sie mag, mag sie.

Ich mag kein Single-Coil-Brummen, weswegen ich auf die P90-er gerne verzichte. Der Rest stimmt aber.


Der Hals-Korpus-Übergang erlaubt müheloses Griffbrettspiel und
kann als Handschmeichler verwendet werden, wenn man
beim Auftritt nervös wird.

Dieses Liekki-Modell mit lederartigem Finish erinnerte mich sofort an ein Laine-Modell in Oiled-Rock Brown, das ich einmal in einer Bildergalerie fand.

Übersichtlich, ergonomisch, klingt.

"It won't turn you into a holy man,
but it sure helps you to play that song
from your heart. Especially, if you know the chords." (ald)
Repeat: Especially, if you know the chords.

Übrigens ist Axel "Ironfinger" Ritt seit Neuestem Flaxwood-Spieler und erhielt sein eigenes Signature Modell, das auf der Flaxwood Äijä basiert. Merkmale sind eine besondere Lackierung (schwarz-weiß gestreift), scalloped fretboard, aktive EMG-Tonabnehmer und wird von Axel Ritt mit seinen Signature-Stahlssaiten von Pyramid gespielt (13-56).

Flaxwood Hybrid 3SC in weiß.
Standard-Hardware (u.a. Seymour Duncan) und ein original Flaxwood-Hals
für optimale Bespielbarkeit und Handschmeichler-Effekt.

Ein Testbericht der Flaxwood Hybrid kann auf Axel Ritts Blog gelesen werden.

Violin Fingerboards aus Flaxwood

Was sagen die Violin-Spieler zu Griffbrettern aus dem Flaxwood-Material? Nach dem Stradivari-Hörtest neulich, dürfte es bezüglich des Klangs nichts zu meckern geben. Es geht ja auch vornehmlich um Spielgefühl und Verarbeitung.

Griffbretter für Geigen aus dem Flaxwood-Material.

Die Texturen würden mir auch bei Gitarrengriffbrettern gefallen.


Yeseco

Ich wünsche mir solche Platten für den nächsten
Proberaum - mit anderen Motiven.

Wer bei Proberäumen und Aufnahmestudios an dunkle Räume mit schwarzem akustischen Absorber-Material denkt, der wird bei den Acoustic Panels von Yeseco aufatmen.
Die schalldämpfenden Platten können mit Motiven bedruckt werden und verfügen über sehr gute Dämpfungseigenschaften für Studios, Büroräume, Wohnzimmer und überall sonst.

Yeseco Panels und ein Prime Lautsprecher beim Hörtest.

Prime Speakers (the Voice of the Moon)

Stein-basiert. Lautsprecher und Snare.

Die Lautsprecher von Prime aus Soapstone versprechen exzellente akustische Eigenschaften (neutrale Klangwiedergabe) und sehen gut aus. Ich konnte einen Hörtest in einem Raum mit Yeseco Absorbern machen und lauschte den Dire Straits.

StoneEdgeDrums

Nicht nur für Hard-Rocker, die Snare aus Stein.



Ich meine mich zu erinnern, dass ich schon einmal von Snare-Drums aus einem Stein-Kompositmaterial berichtete. Jedenfalls wurden sie dieses Jahr unter dem Namen StonEdge vorgestellt. Ich hab nicht draufgehauen.

sbip - elektrisches Cello und Violine

Elektrische Celli und Violine

Es gibt sog. E-Geigen und es gibt die Instrumente von sbip. sbip stellte das Serienmodell eines elektrischen Cellos vor, das sich nicht an klassischen Instrumenten orientiert, sondern - wie die E-Gitarre im Gegensatz zur Akustikgitarre - ein eigenständiges Instrument ist.
Magnetische Tonabnehmer und Stahlkernsaiten ermöglichen die Anwendung sämtlicher Effektgeräte für E-Gitarre usw.

Das Instrument ist besonders für den Bühnengebrauch ausgelegt und kann umgehängt werden, so dass man sich damit beim Spiel bewegen kann.

Ich bin kein Cellist. Die seltenen Versuche, bei denen ich Cello spielte wurden mir von meinem Gehör sofort verboten, da ich unsauber intonierte und ungeduldig war. Wie gut, dass es von sbip auch die Option eines bundierten Griffbretts gibt.

Das bedeutet, dass hier tatsächlich ein Instrument für neue Anwendungsbereiche vorgestellt wird, für eine andere Zielgruppe, für Leute, die damit etwas anderes anstellen wollen, als normal Cello zu spielen.

Ich bin gespannt, was es da bald zu hören gibt.

Was wohl Apocylyptica damit anstellen würden?

Der Prototyp einer elektrischen Violine.
Noch ohne Tonabnehmer.

Andere feine Dinge

Eine kleine Auswahl anderer Produkte, die mir aufgefallen sind.

Schaller

Von Schaller gab es drei interessante Neuigkeiten:
  1. Da Vinci-Mechaniken: für alle, die gerne sehen möchten, wie die Mechaniken arbeiten. Geschlossene Mechaniken mit Sichtfenster. Sehr schön ist bei Schaller die Kombinationsvielfalt von Mechaniktypen, Flügeln und Legierungen.
  2. LockMeister Tremolo: für Freunde von Locking-Trems gibt es von Schaller beste Qualität und lebenslange Garantie. Und den Spielspaß gibt es kostenlos dazu.
  3. Hannes Piezo Bridge: Ich dachte neulich schon an eine Tausch Slashdot mit Hannesbridge. Vielleicht wäre eine Hannes Piezo Bridge noch interessanter?

Artistides OIO

Artistides OIO - Gitarre aus Arium.
Einfach mal Ausprobieren.

Tonehenge Amplification

Tonehenge Amp als Möbelstück.


Kemper Profiling Amp


für rege Diskussionen um die Zukunft
des Amp-Modelling sorgt.
Gut für Studios und Leute mit Ideen, die
über das Profiling eines AC30 hinausgehen.
Zeal guitars

Auffällige Designs von Zeal Guitars.

Ibanez ganz bunt

Die RG-Serie von Ibanez interessiert mich schon
eine ganze Weile.
Weil ich gerne eine E-Gitarre mit 24 Bünden
und in bunt hätte.

Und noch mehr Buntes von Ibanez zum 25-jährigen Jubiläum
der S- und RG-Modelle.
Wie früher als es noch Neon-Metal gab. Gab es den?

Ein Arzt der Ärzte

"Ernie?
Du hast mich Ernie genannt?
Weißte,
ich mal Dir jetzt 'nen Punkt auf die Nase."

Der sechste Sinn

Manchmal ahne ich, dass hinter einer Ecke eine besondere Begegnung wartet, dass in einem Bücherregal das Buch steht, von dem ich noch nichts weiß, das mir allerdings für meine Recherche fehlt und manchmal ist es ein Gitarrenbauer, der Jazz spielt und unprätentiös über seine Arbeit und seine Gitarren redet. An einem kleine Stand in der hintersten Reihe einer großen Ausstellungshalle. Dort wo zu wenige Leute hingelangen.

Jan Fišer spielt seine Violin Guitar.

Jan Fišer - Jazz and Blues Guitars

Jan Fišer fertigt seine Gitarren seit 2005 unter eigener Marke. Er unterrichtet Instrumentenbau, spielt selbst Musik und weiß, worauf es ankommt.

Jan Fišer versucht nach eigener Aussage die konservativen Gitarristen anzusprechen. Das tut er mit bekannten Modellen und Konstruktionsmerkmalen und geht dabei auch eigene Wege, beispielsweise mit der Übertragung von Erkenntnissen aus dem Geigenbau auf Archtop-Gitarren.

 Violin Guitar am Vox-Verstärker

Diese Gitarre liegt leicht am Körper, lässt sich gut kontrollieren und abgesehen von den hohen Lagen einfach zu bespielen. Die Modelle mit Cutaway würde ich persönlich bevorzugen.

Jazz Guitar.
Zu teuer für meine Musik, aber
ihren Preis wert für Musiker, die
solch besonderen Instrumente zu schätzen wissen.

Am Ende

Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, über die Messe zu wandern. Ich hatte schöne Eindrücke gesammelt, Gitarren gespielt, Gespräche geführt und das gute Wetter im Außengelände genossen. Dieses Jahr ganz ohne Stress.
Von den Ständen und Orten, die ich noch hätte ansteuern wollen, ließ ich ab, um den Rest in Ruhe zu genießen.
Mein Interesse wurde beispielsweise noch von Gibsons Firebird-X geweckt, die ich zwar in der Hand hatte, allerdings nicht spielte, da die angebrachten Kopfhörerverstärker nicht funktionierten (nach dem dritten Wechsel hatte ich keine Lust mehr.)

Ein wenig Ruhe, Kaffee und Gespräche unter bunten Lampen.

Vor der Abreise gab es noch Gespräche über Instrumentalpädagogik, Spieltechniken und musikalische Projekte bei einem Kaffee in relativ ruhigen Räumlichkeiten.

Den Rückweg gestaltete ich mit chinesischem Essen und hatte eine angenehme Zugfahrt hinein in einen schönen Abend. Wie gut :)

Die Fotos nahm ich mit einem Sony Ericsson K880i auf und bearbeitete sie anschließend mit GIMP.

Mittwoch, März 28, 2012

Vektorkritzel: Nachtmantel, der Ritter aus den Schatten

"Nachtmantel. Der Ritter aus den Schatten." (ald)
Entwurf einer Comic- oder (Groschen-)Romanfigur
in Anlehnung an diesen alten Federzeichenstil.
Grafiktablett und Inkscape


Pixelkritzel: Now, I take pictures of you.

"You take pictures of me. Now,
I take pictures of you.
Klickklick." (ald)
Wacom Bamboo und GIMP

Dienstag, März 27, 2012

Kung Fu Spot

"Now... show us your Kung-Fu!" (ald)

Stereotypische Szene

Großer Blops 1: Hey, Du kleena Knirps. Wir ham' jehört Du kannst Kung-Fu.

Kleiner gelber Blops: Ja.

Großer Blops 2: Na, dann zeig mal!

Kleiner gelber Blops: Nö, ick will Euch nich' weh tun.

Großer Blops 3: Ach, willste nich'? Na, dann müss'n wa Dir zuerst weh tun, wa?

Kleiner gelber Blops: Och, nö. Jedes Mal derselbe Mist.

(Man weiß ja, wie's weitergeht.)

Donnerstag, März 22, 2012

Singer/Songwriter Morgan Finlay am 20.3.2012 im MuK (Gießen)

Morgan Finlay auf kleiner Bühne im MuK Gießen.
(Den Artikel über das Album Latitude gibt's hier.)

Chinese Take-Away

Ich stand das erste Mal in meinem Leben mit Begleitung auf einer sogenannten Gästeliste. Etwas aufgeregt ob dieser neuen Erfahrung spazierten wir zum MuK an der Automeile und nahmen auf dem Weg chinesisches Essen mit.

Im MuK war ein kleiner Saal mit kleiner Bühne vorbereitet. Ein paar Stuhlreihen, die Bar, hinten ein paar Tische. Auf der Bühne zwei Gitarren, die Seagull von Mr. Finlay und die Lakewood des jungen Singer/Songwriters And.I, der als Support das Vorprogramm gestaltete.

Die Gäste, kaum mehr als eine Wohnzimmerrunde beim Kaffeetrinken, trafen nach und nach ein und wurden kurz darauf von And.I musikalisch begrüßt.

Geschichtenerzähler mit Gitarre

Die Ansage eines Singer/Songwriterstücks ist fast so wichtig, wie die Akustikgitarre. Ich vermute die Funktion der meist kurzen Anekdoten über die Entstehungsgeschichte des angesagten Lieds ist es u.a., die Aufmerksamkeit des Publikums auf das Stück zu lenken und eine Verknüpfung zu schaffen zwischen der erzählten Lebensgeschichte des Künstlers und der aktuell erlebten Situation des Publikums.
Kontextinszenierung.
Zudem überbrückt die Geschichte die Distanz zwischen Erzähler und Zuhörer, da es sich dabei nicht um einen bloßen Vortrag handelt, sondern um einen dynamischen Erzählprozess, der auf der Kommunikation mit dem Publikum gründet. Vielleicht liegt hier eine Erklärung dafür, das die Gäste hinterher sagen, sie waren dabei, anstatt nur da.
Viele Singer/Songwriter-Stücke hören sich ähnlich an, sind oft leicht gut gelaunt bis melancholisch und immer ein wenig zu leise.

Die musikwissenschaftliche Forschungsfrage könnte lauten: Welche Funktionen hat die Ansage eines Singer/Songwriter-Stückes? Ist sie Teil des Stücks, wie z.B. bei At the Bottom of Everything von Bright Eyes? Oder was noch?

Rumgekommen

Mr. Finlay jedenfalls hat auf seinen vielen Reisen genügend Stoff für Anekdoten und Lieder gesammelt und die professionelle Routine, um damit gekonnt zu arbeiten. Der Wechsel von flapsigem Quatsch während der Ansagen hin zum Stimmwandel im Gesang erfolgte jedesmal überraschend und wirkte verzaubernd. Seine Bewegung auf der Bühne mal leicht zur Gitarrenschrummelei, mal mit intensivem Körpereinsatz, der sich in der Musik bemerkbar machte (Wer Live-Mitschnitte von z.B. Stevie Ray Vaughan kennt, weiß was ich meine.) Manche Posen eigneten sich perfekt für die Kamera. (Es könnte an seinen coolen Boots von Dayton liegen, aber ich habe die Vermutung, das wäre nur Marketing.) Nur war ich für die Posen mit meiner Handykamera zu langsam und eigentlich kümmerte ich mich mehr um das Musikhören.

Morgan Finlay beherrscht sein Instrument, seine Stimme und hat einen guten Draht zum Publikum. Für mich eine bemerkenswerte Begegnung.

Mal wieder auffällig war, dass das Publikum sitzen bleibt. Dabei gibt es so wunderbare Hörperspektivwechsel, wenn man sich bewegt. Und wenn der Typ auf der Bühne tanzt, darf man das selbst wohl auch. Mit Begleitung oder alleine. Nur sitzenbleiben muss man nicht.

The Power of Your Euro

Die Message des Abends hieß, nutze die Kraft Deines Euros. Er sagte, wir sollten unsere Euros für die Dinge aufwenden, die uns wichtig sind und uns bewusst machen, dass diese verwendeten Euros Wirkung haben.
Er bedankte sich damit bei allen Gästen und den vielen, die ihn in seiner IndieGogo-Crowdfundingkampagne unterstützten und die Aufnahme des Latitude-Albums samt Tour möglich gemacht haben.

Wer Morgan Finlay live erleben will und dafür seine Euros verwenden möchte, kann sich folgende Tourdaten merken:

Chemnitz 23.03
Aflenz 24.03
Wien 26.03
Leipzig 27.03
Berlin 28.03
Erlangen 29.03
Bonn 20.03
Hamburg 31.03
Hameln 01.04
Kiel 03.04
Bochum 04.04
Osnabrück 05.04
Köln 07.04

Wort des Tages

Gesichtsfeuchtigkeitscreme. Doppelhaushälfte.

Jeden Tag lernte Morgan bisher auf seiner Tour ein neues deutsches Wort, um seine Sprachkenntnis zu erweitern. Das scheint eine Angewohnheit von tourenden Künstlern zu sein, denn er ist nicht der erste, der mir davon erzählt. Dass es sich bei den Worten des Tages nicht immer um alltagstaugliche Konverstationsbausteine handelt, mag dahingestellt bleiben. Es geht offensichtlich um den witzigen Gebrauch einer fremden Sprache. So wie mit dem abominable squirrel.

Das Wort des Tages vom 20. März war: Dankbarkeit

Und damit bedanke ich mich bei Morgan Finlay für den wunderbaren Auftritt in kleiner gemütlicher Runde.

Mittwoch, März 21, 2012

croon papillon auf der Klangwolke

Merkwürdige Gitarrenimprovisationen auf der Klangwolke.

Das croon papillon-Projekt zu Komposition und Improvisation mit Gitarre und Gesang gibt es nun auch auf Soundcloud zu hören.

Alle croon papillon Links:

croon papillon by SoundCloud
croon papillon bei Jamendo (freier Album-Download)
croon papillon bei MySpace



Montag, März 19, 2012

Ein seltsamer E-Gitarren-Geschmack auf der Zunge

"Zimt? Und ein Hauch Mahagoni." (ald)
E-Gitarren-Tasting wie bei Single-Malt Whiskys.

Synästhesie oder was?

Als ich mir E-Gitarren im Katalog ansah und Zeitschriften las, bevor ich mir eine Gitarre kaufte, spürte ich eine Art Gechmack der Gitarren im Mund und auf der Zunge. Das war abhängig von der Abbildung, der Beschreibung und der Gitarrenform, Farbe, Ausstattung usw.
Mit der Zeit und über die Jahre, in denen ich dann Gitarre spielen lernte, verschiedene Modelle testete usw. wurden die falschen Vorstellungen von E-Gitarren durch die sinnlich-ästhetische Erfahrung des eigenen Spiels, der Fingerbewegung, des Klangs usf. überschrieben.
Heute erinnerte ich mich an den Geschmack von damals, als ich ein Bild einer DEAN Dimebag Tribute-Gitarre sah.

Das war schon seltsam, dieses unbestimmte Gefühl auf der Zunge. Wie das Phänomen in der Wissenschaft heißt und weiter beschrieben wird, weiß ich nicht. Werde ich mal recherchieren.
Ich nehme an, es ist der Versuch des Gehirns, ein Unbekanntes mit sinnlichem Inhalt zu füllen.

Die aktiven Tonabnehmer von EMG und Schaller mit ihren geschlossenen Gehäusen find ich übrigens auch lecker. Die cremefarbenen sehen ja fast aus wie Marzipan-Goldbarren. Ähnlich ist es z.B. mit den zebra-farbenen Humbuckern von Rockinger mit ihren blumigen Namen (Jay Bee-Custom - da schwingt doch eine angenehme Honignote mit, nicht wahr?).

Application of Skills and Special Powers

Vielleicht sollte ich meine Geschmacksempfindungen als Dienstleistung verkaufen und unabhängiger Produkttester oder Berater werden. Ein wenig so wie Coolhunter Cayce Pollard, die in William Gibsons Roman Pattern Recognition (Mustererkennung) von Hubertus Bigend und Blue Ant angeheuert worden war, weil sie über einen besonderen ästhetischen Sinn verfügte und dadurch verlässliche Voraussagen darüber machen konnte, ob eine Marke und dessen Produkt sich verkaufen wird oder nicht. Bei Tommy Hilfiger wurde ihr immer schlecht. Das geht mir genauso.

Da fällt mir ein, dass ich letztes Jahr bei einem Ferrero-Marketing-Gespräch war, das von Studierenden der JLU-Gießen durchgeführt wurde. Neben der Verkostung von Ferrero-Produkten - Kinder Schokobons waren die beliebtesten Naschereien. Ich meine, weil sie so klein sind, das Auspacken durch leichtes Ziehen der Bonbon-Enden raschelnd einfach ist und die kleinen Dinger diesen zarten Biss haben. Besonders gern zerteile ich sie mit den Schneidezähnen und kaue beide Hälften nacheinander ... aber ich schweife ab. - Neben der Verkostung ging es vordergründig um die Bewertung einer geplanten Kampagne mit Kino-Gutscheinen, der Produktplatzierung im Regal und auf speziellen Auslageaufstellern, deren Namen ich vergessen habe. (Ich meine die Dinger, die im Supermarkt auf Sonderverkaufsflächen stehen, z.B. jetzt da die Osterzeit naht und das ganze saisonale Naschzeug reizüberflutend auf einem Haufen steht, um den Marktbesuchern, die ohnehin schon wie Ratten im Labyrinth durch die Gänge huschen, noch ein paar zusätzliche Hindernisse in den Weg zu stellen.)
Das war alles in allem sehr interessant. Eingeladen waren kreative Studierende verschiedener Fachrichtungen, die sich zu dem Gespräch beworben hatten und nun eifrig diskutierten und erklärten, wie welche Verpackung, welcher Pappaufsteller und welcher Werbeslogan auf sie wirkte und was es ihrer Meinung nach zu ändern gelte.

Nicht alles was gold ist ...

Da es bei der Kampagne um Kinogutscheine ging, die einen zusätzlichen Kaufreiz für die Produkte liefern sollten, hatten sich irgendwelche Werbeexperten ein goldenes, oscar-inspiriertes Männchen einfallen lassen. Ohne Mimik und mit aussageloser Gestik. Ich konnte nicht umhin, als immer wieder zu betonen, dass dieses Männchen weder positive Assoziationen mit Kino, Oscar-Glanz noch mit den doch teils leckeren Ferrero-Produkten bei mir hervorriefe.
Seitdem beobachtete ich die Werbekampagnen, Produktplatzierungen im Regal und die Sonderverkaufsflächen mit besonderem Interesse und geschärftem Blick.
Das goldene Männchen habe ich nie gesehen. Vielleicht hat man meinen Rat befolgt.
Mein Alternativvorschlag war gewesen, dass man dafür sorgen möge, dass es Kinder-Schokobons im Kino zu kaufen gibt, wenn man denn eine Verknüpfung von Kino und Ferrero-Produkten erreichen wollte. Die wären nämlich eine willkommene Leckerei und eine gute Abwechslung zu den üblichen Schokoriegeln und Gummitierchen und eine Ergänzung zum Popcorn.
Ich bin übrigens kein Ferrero-Fan und mag (mittlerweile) lieber dunkle Schokolade mit hohem Kakao-Anteil. Davon ißt es es sich auch weniger. ;)

Zurück zu den Gitarren.

Die Musikmesse findet vom 21.3.- 24.3.2012 in Frankfurt am Main statt.
Wie ich kürzlich las, wird Rainer Tausch auf der Musikmesse die E-Bassversion seines kultigen Slashdot-Designs vorstellen (Halle 4.0, Stand C46).
Peter Coura läd herzlich in seine, nur einen kurzen Spaziergang vom Messegelände gelegene, Test-Oase im GuitarCentre ein.
Und meine Lieblingsgitarren von Flaxwood Guitars aus Finland haben ihren Stand in Halle 4.1, D24.

Ein ausführliches Gitarren-Tasting kann man in der Test-Oase erleben. Dort gab die letzten Jahre auch leckere afrikanische kulinarische Spezialitäten. Wer sich vor, nach oder abseits der lauten und teils stressigen Frankfurter Musikmesse etwas Gutes tun will und Gitarren mag, dem empfehle ich einen Besuch der afrikanischen Gitarren. Da kann man dann entspannt Gitarre spielen und nicht nur "testen" wie laut man den Amp aufdrehen muss, um sich gegen zwanzig Skalendudler und gefühlte hundert Slapbass-Artisten durchzusetzen.

Dienstag, März 13, 2012

Vektorkritzel: The Abominable Snowman (Language)

"The Abominable Snowman"
Abominable (abscheulich) ist so ein Wort der englischen Sprache,
das ich nicht ohne Probleme aussprechen kann.
So wie squirrel (Eichhörnchen).
The Abominable Squirrel.

Unaussprechliches Scheusal

Gestern überflog ich zwei Seiten mit Sammlungen von deutschsprachigen Webcomics und internationalen Webcomics. Dabei fand ich Charles Christophers Abominable, ein Comic über das Abscheuliche Wesen. Feine Geschichten, ansprechend umgesetzt. Da bin ich noch eine Weile von entfernt.
In die Liste der deutschsprachigen Webcomics wird mein Sockencomic wohl nicht aufgenommen. Was soll's.

Der kleine Comicausschnitt über die Begegnung irgendwelcher stereotypischer Fantasykrieger mit dem Abscheulichen Schneemenschen stieg so aus meiner inneren Landschaft hervor. Zunächst zeichnete ich das Schneewesen, dann die Szene mit dem kompletten Dialog im Bild. Die Entscheidung zu den Minipanels mit Dialog traf ich später. Sehr kurze Zeit später. Eigentlich war es nur ein Moment.
Der Dialog hat sich schon so in mir festgesetzt, dass es mir vorkommt, es gebe ihn schon ewig.
Irgendwie hat es vielleicht mit der Begegnung von Joshua mit dem Yeti zu tun, über die ich in der Bibel nach Biff (Christopher Moores The Gospel According to Biff) las. Das war ja eine nette Geschichte.

Den Abominable Snowman kenne ich noch aus dem Monstrous Compendium aus meinem Lieblings-Rollenspielsystem Advanced Dungeons&Dragons. Schon damals konnte ich ihn nicht aussprechen, weshalb ich seinen Namen verständlich- aber fälschlicherweise mit "unaussprechlicher Schneemensch" übersetzte. Klar hatte ich ein Dictionary. Nur blieb das Wort nicht hängen. Bis heute. Es verdreht mir mein Gehirn. Deswegen finde ich unaussprechlich passender.

Die Szene gefällt mir mit dem Dialog, weil da so ein gewisser Mindfuck-Faktor mitschwingt. Wie ich gerade feststellte, gibt es eine Abominable Snowman Internet Resource Study Group. Ich weiß nicht, was die genau machen. Aber allem Anschein nach gibt es dort Links zu Yeti-Merchandise. Na, wenn der das herausbekommt...


Montag, März 12, 2012

AutoWrite 48 - Deine Stimme (Cocktail-Party-Effekt)

"Deine Stimme" (ald)
Autowrite
Nachdem der Sockencomic mit Navigationsbuttons versehen wurde, wird es Zeit für einen Link zu einer Beschreibung des AutoWrite-Projekts und des literarischen Improvisationskonzepts, das dem Projekt zugrunde liegt.
Ist in Arbeit.

Samstag, März 10, 2012

The Adventures of Lost Socks: When you're smiling, the whole worlds smiles with you

"I know your smile."
Navigation
Ich dachte mir, es wird Zeit eine Art Navigationshilfe zum Auffinden verloren gegangener Socken einzurichten. Behelfsmäßig mit kleinen Icons. Die Rahmen stören mich nicht, sind aber ein Hinweis darauf, dass ich wohl keine große Ahnung von HTML o.ä. habe. Ein wenig Spielerei ist es.

We're allprevious sockslost sockstrying to findnew socksthe meaningnext socksof life.

Mir gefällt vor allem der Button mit der Waschmaschine, in der alles begann. Der führt dann auch zum ersten kleinen Comicstrip. Previous Socks führt zum jeweils vorherigen Sockencomic. New Socks führt zur Ansicht aller Einträge mit dem Label (Stichwort) The Adventures of Lost Socks und damit auch zu den neuesten Comicstrips. Und Next Socks führt zum nächsten Sockencomic, falls schon einer vorhanden ist.

Vektorgrafik: Wie ich (m)einen Web-Comic mit Inkscape mache

Wie ich meinen Webcomic mit Inkscape mache. (ald)
Eine Art Meta-Comic.
(Klick aufs Bild zur Vergrößerung!)
Arbeit mit Ebenen

Ich verwende in der Regel vier Ebenen für die Vektorkritzeleien und den Sockencomic. Die erste Ebene liegt ganz oben alle folgenden darunter:
  1. Zeichnung der Figuren
  2. Farbebene der Figuren
  3. Panels
  4. Malgrund (weiß)
Die Textboxen können in die Zeichenebene eingefügt werden oder man eröffnet eine weitere Ebene für den Sprechtext.
Sollte zusätzlich ein Bildhintergrund (Landschaft, Skyline o.ä.) verwendet werden, bietet es sich an, dafür eine eigene Ebene unter der Farbebene einzurichten.

Kleine Studien

Kleine Studien haben kurze Aufgabenstellungen, um ausgewählte Aspekte z.B. von Komposition, einer Zeichentechnik, einer Figur o.ä. zu untersuchen.
Es handelt sich dabei um künstlerische Studien, die aufgabenorientiert und methodengeleitet sind und wissenschaftlichen Studien nicht unähnlich sind.

Wenn man vor einer neuen größeren Aufgabe steht, und weder genaue Arbeitsanweisungen noch Routine darin hat, sollte man die Aufgabe analysieren, Fragen und mögliche Probleme sowie Antworten und Lösungsstrategien notieren. Kleine übersichtliche Schritte testen und Rezepte anfertigen.


Die Arbeit zum Webcomic begann mit einer solchen kleinen Studie. Die Idee zum Webcomic kam mir bei freien Kritzeleien und dem Spiel mit Federeinstellungen.

Webcomic als Aufgabenstellung

Ich stellte mir die Aufgabe eine kurze Aufgabenstellung zu überlegen, die mir grundlegende Arbeitsweisen (Pinsel, Ebenen, Farbe, XML) mit Inkscape näher bringen sollte.

Darin enthalten sollte sein:
  • Zeichnung mit Grafiktablett
  • Verwendung verschiedener Federeinstellungen
  • Einfache Coloration auf separater Ebene
Das sah dann so aus:
  1. Freie Kritzeleien (zeichnerische Improvisation) um Figuren zu erfinden.
  2. Studien zu Figuren, die mir gefallen. (Farbe, Ausdruck, Perspektive)
  3. Freie Assoziationen zu möglichen Dialogen und zu Geschichten der Figuren.
  4. Dialoge der Figuren in drei Panels.
  5. Verwendung von Copy&Paste als Stilmittel, so dass der Arbeitsaufwand minimiert und Ausdruck der Figuren gefestigt wird.
  6. Notizen zu möglichen Ereignissen in der Comicgeschichte, Beziehungen zwischen den verschiedenen Figuren usw.
  7. Regelmäßiges Kritzeln neuer Figuren und Arbeit mit bestehenden Figuren.
  8. Veröffentlichung des Webcomics auf dem Blog zur Präsentation.
Die Aufgabenstellungen werden in dem Prozess verfeinert, so dass kleine Schritte definiert werden, um gezielt zu üben und zu verstehen, an welchen Punkten die Aufgaben unklar sind, zu Hemmnissen und Frustration führen, wie ein Flow unterstützt werden kann usw.

Ist alles noch in Arbeit.

Freitag, März 09, 2012

Vektorkritzel: Dance, Talking Blues, and Walking the Dog

"The music is dreadful."
"Let's dance anyway."

Kleine Kritzeleien mit Farbe und Text

Versuche mit Federartigem Strich, Perspektive und Text. Ein seltsames Tanzpaar, das trotz ungewohnter Musik miteinander einen Tanz genießt. Ein Geschichtenerzähler mit elektrischer Gitarre und zwei Gestalten auf Hunderunde.

Talking Blues:
"I will tell you the story of
how things came to pass."
croon papillon


Keine Spielereien.

The Adventures of Lost Socks: I heard your name ... (and I love you.)

"Daffodil and Groovy"
Nach der ersten Begegnung und Neugier.

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