Montag, Juni 25, 2012

Auf dem Sturm und Klang-Festival 2012: Linda und Alex

Linda und Alex
Zwei Vornamen. Zwei Freunde.
Zwei Gitarren. Zwei Stimmen.
Acht Semester Musikpädagogik.
 Endlich auf der Bühne.
Mit Rock, Pop und Rhythm&Blues
Sturm und Klang

Seit dem vergangenen Wochenende steht es im Programm. Wir spielen am Samstag, den 30. Juni, ab 11 Uhr eine Stunde lang auf der Parkplatzbühne im Phil. 2 der Justus-Liebig-Universität.

Zwei Freunde, die Musik machen. Mal spielt die eine, dann hört der andere zu, mal umgekehrt, mal spielen beide zusammen.

Wer u.a. hören will, wie etwas croon papillon live klingt, ist herzlich zu uns eingeladen.

Von Freitag (29.7.) bis Samstag (30.7.) gibt es kostenlos und draußen drei Bühnen mit Live-Musik, Workshops, Poetry Slam und anderen künstlerischen Beiträgen. Das Audimax bietet nach kostenpflichtigem Eintritt mehrere Bands und Party auf großer Bühne. Für Verpflegung ist gesorgt.

Empfehlen kann ich Spreading Miasma (Fr 22 Uhr Parkplatzbühne), Am Leben Forbei (Sa 21 Uhr Waldbühne), Dimeless (Sa 20 Uhr Parkplatzbühne), Turbo Sapienova (Fr 22 Uhr Waldbühne) und Cepa Nueva (Fr 17 Uhr Parkplatzbühne). Außerdem gibt es Monologe vom Keller Theatre am Samstag um 12 Uhr auf der Kleinkunstbühne. Die anderen kenn' ich noch nicht, werde aber als Zuhörer hinzuschlendern.

Die Website Sturm und Klang 2012 gibt mehr Auskunft. 

Wir hoffen weniger auf Sturm denn auf Sonne und angenehmen Klang.

Montag, Juni 11, 2012

Wandel der Kunst

"Is' noch nich' soweit, wa." (ald)
Grafiktablett und Inkscape
Resteverwertung

Der letzte Eintrag auf diesem Blog liegt schon eine Weile zurück. Das liegt am Wandel. In knapper Zusammenfassung folgen Neuigkeiten zu diversen Themen.

Zeichnung 

Das geliehene Wacom-Grafiktablett gab ich wieder zurück, mein eigenes Grafiktablett hat einen Defekt und daher wird es erstmal keine neuen Grafiktablettzeichnungen geben.

Keene Sockencomics, keene Inkscape-Illustrationen.

Einiges des schon gezeichneten Materials lässt sich für Copy&Paste-Zwecke verwenden, so dass mit abgewandeltem Sprechblasentext noch das eine oder andere neue kleine Werk entstehen wird. Es gibt ganze Webcomics, die so erstellt werden.

Statt des Grafiktabletts werde ich wieder in mein kleines Notizbuch zeichnen und mit Aquarellfarben colorieren. Immerhin bin ich noch auf der Suche nach Claire Mux und ihren Travel-o-Fanten.

Mit Grafiktablett und Inkscape konnte ich der Idee eines eigenen Spreadshirt-Shops nachgehen. Da gibt's dann T-Shirts und Tassen und allerlei mit Illustrationen (Socken, Kung Fu Spot u.a.) und Text von mir zu kaufen. D.h., wenn ich wieder ein Grafiktablett habe. Alles zu seiner Zeit.

Musik

Mein treuer Gitarrenverstärker (Hughes&Kettner Tube 50) hat einen Defekt, so dass auf Aufnahmen und eventuelle Auftritte (Sturm und Klang 2012?) damit verzichtet werden muss. Ich verwende stattdessen meinen kleinen tragbaren Transistorverstärker (Peavey Backstage 2) und übe fleißig, meine Finger das spielen zu lassen, was ich innerlich höre. Außerdem studiere ich das Gitarrenspiel von Jimmy Raney und Robben Ford.

Für das croon papillon-Projekt ist ein Album mit dem Arbeitstitel anti-blues vorgesehen. E-Gitarrenblues und Jazz mit Gesang und zwischendurch ein paar Monologe über bluesrelevante Themen. Dass der Röhrenverstärker kaputt ging und ich das Album mit einem kleinen Transistorverstärker aufnehmen werde, dürfte der street credibility nicht schaden. Wenn ich einen zerschlissenen Anzug (oder überhaupt einen) hätte, würde ich ihn bei der Aufnahme tragen. Kaputte Jeans tun es vielleicht auch.

Außerdem entwickle ich Übungen für den Gitarrenunterricht zu Notationsmöglichkeiten, Komposition, Improvisation, Harmonielehre usw. Das soll mittelfristig zu einer Veröffentlichung führen.

An der JLU Gießen wurde jüngst ein OpenStage-Treff zu improvisierter Musik von Mitarbeitern des Instituts sowie dem Gießen Improvisers Pool ins Leben gerufen. Dort wird nicht-idiomatisch improvisiert - wobei ich der Meinung bin, dass diese Art der Improvisationsmusik doch wieder idiomatisch ist. Spätestens, wenn der vierte Gitarrist mit seinem Rasierer über die Tonabnehmer brummt, dürfte einem das auffallen.
Macht aber Spaß und die Begegnung der Musiker war beim ersten Mal angenehm und respektvoll und auch unerfahrene wurden in das Spiel integriert. Wer mitmachen will ist herzlich eingeladen.

Literatur

Das AutoWrite-Projekt nähert sich der Nummer 50. Anlässlich dieser runden Zahl - immerhin die Hälfte von Hundert - habe ich vor, eine PDF-Datei mit den gesammelten Werken, einer Einführung in das Projekt sowie einer Handvoll Texte auf Grundlage ausgewählter Autowriteskizzen zu verfassen. Vielleicht mache ich auch eine kleine Hörbuchversion daraus. Denn Gedichte gehören vorgetragen.

Während der erneuten Lektüre von Tolkiens Hobbit kamen mir ein paar wesentliche Gedanken zum Kampf im Rollenspiel und ich merkte, wie sehr die eigenen Vorstellungen, die man beim Lesen entwickelt, von dem, was tatsächlich im Text geschrieben steht, abweichen können.
Lange Zeit ging ich davon aus, Tolkien hätte so sehr genau und ausführlich beschrieben und die Reise der schatzsuchenden Abenteurer um Thorin Eichenschild ziehe sich endlos hin. Aber tatsächlich sind viele lang wirkenden Reisepassagen in kurzen Absätzen abgehandelt und die Situationsbeschreibungen beschränken sich auf wenige (aber wesentliche) Ausschnitte und der Rest wurde ausgefüllt von meiner Phantasie. Und über die Jahre wuchs die Geschichte des kleinen Hobbits durch meine inneren Nacherzählungen. (Und nun denke man mal darüber nach, dass so etwas nicht nur mit Abenteuerromanen so passiert, sondern auch mit anderem Zeug, das man liest und hört ...)

Das gab mir erneut zu denken, was das Verfassen eigener fiktionaler Texte betrifft. Die Kapitel zu drei Romanen, die ich mit mir herumschleppe, werde ich nun anders lesen und beizeiten durcharbeiten und manch überflüssig ausführliche Beschreibung kürzen können. Die Dekorationsarbeit liegt zu einem Teil beim Leser und ist dort vielleicht besser aufgehoben, als bei einem übereifrigen und pingelig genau schreibenden Schriftsteller. Vielleicht werde ich mit den Romanen dann auch in absehbarer fertig und kann mich um die Verlagsuche kümmern.

BA-Thesis

Aktuell schreibe ich an meiner Thesis über software-bedingte Komposition mit Tracker-Software (in diesem Fall Renoise.) Kleinere oder größere Blogbeiträge (wie dieser hier) entstehen entsprechend zwischendurch, um über anderes Nachzudenken oder um Kompositionsprozesse in anderen Bereichen zu bedenken.
Bei der Arbeit geht es um Kompositionspädagogik, die Demoszene, Computerspielmusik und wie man selbst komponieren lernen kann. Mehr dazu, wenn die Zeit reif dafür ist.

Zitate und Sprüche

Ich hatte schon lange vor, eine Sammlung von Eigenzitaten auf diesem Blog zu veröffentlichen. Jedem fällt der eine oder andere Spruch ein, da kann man den auch aufschreiben und sammeln.

Eines meiner Lieblingseigenzitate ist:

"Ich wollte dem Teufel meine Seele verkaufen, aber er konnte nicht bezahlen."

Gedacht als Spruch, der einem Schundromanhelden in den Mund gelegt wird. (Schundromane wie Actionfilme leben von dem, was die seltsamen Charaktere von sich geben. Ein guter Spruch ist besser als eine Superkraft. Eine Superkraft ohne guten Spruch langweilig.)

Ich habe die leise Befürchtung, dass es eine List des Teufels ist, abzuwarten bis man sich weit unter Wert verkauft. Unabhängig davon ob es einen oder mehrere Teufel geben mag, ist es ein Drama von Selbstfehleinschätzung, mangelnder Anerkennung, Not und Frustration und der Fehler sich auf halbem Weg nicht aus Bescheidenheit oder situationsbedingt mit wenigem zufrieden zu geben, sondern sich selbst und eigene Ziele aus der Sicht zu verlieren.

Dürfte ja als Aufhänger Stoff genug für einen Schundroman sein.

Wie dem auch sei, die Zitatesammlung gibt es dann unter dem Header bei den anderen Projekten.

Sonstiges

Das Leben kann wunderschön sein, wenn man relativ selbstbestimmt leben kann und darf. Das gilt besonders für die Liebe und auch für das künstlerische Schaffen.

Und für das Kochen.

Dank einer gußeisernen Bratpfanne, die ich geschenkt bekam, gibt es bei mir seit längerem die weltbesten Bratkartoffeln der Welt. Mal mit Zwiebeln, Knoblauch, Speck, Apfelmus oder als Beilage.

Kochen, Rezeptkunde usw. hat übrigens auch mit Komposition, mit Problemlösen, mit Naturwissenschaften (früher mit Magie) und ästhetischer Forschung und Erfahrung zu tun.

Ein andermal mehr dazu.