Montag, Dezember 30, 2013

Künstler bei der Arbeit

Kugelschreiber auf gelbem Papier und in grünem Notizbuch. (ald)
Ein neues kleines gelbes Notizbuch, samt blauem Knetradiergummi,
wartet auf zeichnerische Studien (29.12.2013).
Werkzeug und Studien
'So sieht der Künstler bei der Arbeit aus,' behaupten manche, 'träumend.' Und sie verwechseln dabei das Bild vom Künstler mit dem arbeitenden Künstler.

'Künstler können dies und das!'
'Das kann ich aber auch!'
'Das kann ja jeder!'
Das alles ist leicht gesagt.

Bei der Skizze mit den drei Personen steht: "Geh mit dem Hund raus. Koch dein Essen. Üben, üben, üben."
Das ist der Alltag des Künstlers: Üben, Studien anfertigen, künstlerische Lösungen zu verschiedenen Problemen suchen und testen. Und wie andere auch: mit dem Hund rausgehen, Essen kochen.
Wer Meister werden will, der muss üben.
Wer mit dem Hund raus geht, wird ein Mit-dem-Hund-Rausgeher.
Wer kocht, wird ein Kochender.
Aber um das Mit-dem-Hund-Rausgehen und das Kochen zur Meisterschaft zu bringen, also eine Kunst daraus zu machen, muss man üben, üben, üben und Studien anfertigen. Welche Hunderunden gestalten sich wie? Wo will der Hund lang? Wo ich? Was tut uns gut? Wie vermeidet man Ärger mit den Joggern? Wer darf den Hund streicheln? Wann gibt es Hundekekse? Was bedeutet Kochen? Warum brät man manche Sachen, warum wird anderes gegart? Wie führt man ein Kochbuch mit Kochexperimenten? Warum sollte man Rezepte kopieren, d.h. nachahmen und verändern? Was schmeckt mir und warum? Wie kann ich meinen Geschmack verändern und verbessern? Was tut meinem Körper gut? Was passiert eigentlich beim Essen und bei der Nährstoffaufnahme? Warum verwechsle ich das Völlegefühl mit satt und genährt sein?
Das sind doch wichtige Fragen.

Die Skizzen sind Spuren des arbeitenden Künstlers, seine Versuche und Antworten und immer neue Fragen.
Wer träumt, ist ein Träumer.

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