Montag, November 09, 2015

Gitarrendekoration - mehr aus Filz

Wohlfühlgitarre.

Ein Nachmittagsprojekt, das ich seit einer Weile geplant hatte, setzte ich vor wenigen Tagen um: ein Filzschlagbrett für meine Shark by Bach Guitars Minimal SG. Der verwendete Wollfilz hat dabei vor allem die Funktion der Dekoration und des haptischen Wohlfühlens, ähnlich wie bei dem bereits vorgestellten croon papillon E-Bass.
Die E-Gitarre ist ein Dödelhaie-Modell, das bei der tcheschischen Firma Bach Guitars gefertigt wurde. Die Dödelhaie sind eine Duisburger Punkband. Ich kann jetzt nicht behaupten, musikalisch besonders Punk-gebildet zu sein, aber immerhin las ich gerne Jackie Niebischs Kleenen Punker aus Berlin und höre gelegentlich Die Ärzte und Knorkator (Wie? Die zählen nicht?).

Die Gitarre ist reduziert auf einen Stegtonabnehmer und einen Lautstärkeregler. Den mitgelieferten Tonabnehmer ersetzte ich durch einen aktiven EMG 85. Die für den Betrieb nötige 9V-Batterie passt genau in das kleine Elektronikfach und lässt sich schnell auswechseln.

Doublecut.

Die Gitarre ist angenehm leicht, hat eine gibsontypische Mensur und ist kopflastig, d.h., sie verrutscht entsprechend, wenn man im Stehen spielt und die Greifhand vom Hals nimmt. Das lässt sich durch Haltung und Spieltechnik weitgehend vermeiden. Als kleine Unterstützung setzte ich einen Filzrest auf die Rückseite der Gitarre, um die Reibung zu erhöhen und die Gitarre so zu stabilisieren.

 Wollfilz.

Der Gurt ist an den Gurtpins mit kleinen Gummiringen arretiert. Die sind günstiger als Gurtschlosskonstruktionen und machen keine Geräusche. Neben der Holzeule ist ein Lederetui für Gitarrenplektren befestigt. Ich spiel zwar hauptsächlich mit den Fingern, aber wenn man mal ein Plektrum braucht, ist eines in Reichweite.
Die Gitarre fand bei den vergangenen Hamburch-Berlin-Auftritten Anwendung und ist im Alltag ein pflegeleichtes Instrument. Die Reduktion auf einen Stegtonabnehmer ohne Höhenblende forderte die Verbesserung meiner Fingerstyle-Spielweise, gezieltes Dämpfen der Saiten und passende Einstellung am Verstärker. Allein wegen des spielerischen Fortschritts bin ich für dieses Instrument dankbar. Danke, daher, an den Dödelhai-Gitarristen, der mir den Tip für die Gitarre gab!

Kleener Hund.

Warum die Tiere? Ich mag Elefanten und Hunde. Die Eule trug ich jahrelang als Schlüsselanhänger. Eulen mag ich auch. (Und in diesem Fall ist es keine Twin Peaks-Anspielung, so wie auch die Verwendung von Filz kein Beuys-Zitat ist. Aber diese Anmerkung knüpft die Verbindung zu beiden... verrückt, wa?)
Das Filz schnitt ich frei Hand mit Messer und Schere, befestigte die Knöpfe und nähte eine Schmucknaht ein. Als Soundtrack lief dazu Miles Davis Blue Moods, John Coltrane with the Red Garland Trio Traneing In und Count Basie and His Orchestra April in Paris sowie eine Deep Purple Anthology. So viel zum Punk.

Freitag, Juli 10, 2015

Krita - Updates, OpenGL und Radeon

Ein Blaugnom in der Stadt
Skizze mit Krita und Wacom Intuos (ald)

Krita ist das Werkzeug für digitale Zeichnung und Malerei meiner Wahl. Die Open Source Software findet bei mir zur Zeit unter Linux Ubuntu Studio 15.04 Verwendung und steht aktuell in der Version 2.9 als Download zur Verfügung. Die vor kurzem erfolgreich beendete Kickstarter-Kampagne finanziert die weitere Arbeit an Krita. Spenden für die Entwicklung sind via PayPal möglich.

Wer mit einer AMD Radeon-Karte Probleme mit OpenGL-Funktionen oder Pinselverzögerungen beim Zeichnen hat, kann sie mit aktuellen Treiber beheben: Die Open Source Treiber sind Dank der ppa von oibaf auf dem neuesten Stand. Ich verwende aktuell eine AMD Radeon R7 250X 1GB mit den offenen Treibern und bin damit sehr zufrieden.

Update <2016-06-07>: Die aktuell mit Ubuntu 16.04 gelieferten freien AMD-Treiber funktionieren einwandfrei mit Krita, so dass die genannte ppa nicht nötig ist.

Montag, Mai 25, 2015

Wowed by Teresa (Teresa Bergman Trio im Café Amélie)

 Teresa Bergman (vocals, guitar), Alex Skoczowsky (drums - off picture), Frank Schulze (bass)

24. Mai 2015 in Gießen. Nachmittags Grillen, abends ins Café Amélie, um mit Freunden zu plaudern und nebenbei etwas Musik zu hören. Singer-Songwriter Auftritt einer neuseeländischen Künstlerin unterwegs in Berlin und durch Deutschland. Nur vorher einen kurzen YouTube-Clip gesehen: Smartphonekameraaufnahme beim Busking in Berlin. Nach einer halben Minuten ausgemacht. Klingt okay für einen Plauderabend mit Musik.

Im Amélie angekommen, erstaunlich ruhige Stimmung. Teresa Bergman spielt Akustikgitarre und singt. Angenehm ausdrucksstark. Wir setzen uns nach vorne. Kurz darauf gesellt sich ein Bassist zur Sängerin und ein Schlagzeuger.

Und dann BÄM!

Ab da an keine Plauderei mehr. Nur Zuhören. Da sind drei Musiker, die miteinander spielen, sich bewegen, das Publikum einbeziehen und großartig in diesem kleinen Rahmen Musik machen. Texte auf Deutsch und Englisch, Jams zwischendurch, Call and Response zwischen Stimme und Bass und total tolles Schlagzeug. Und Ausdruck in der Bewegung!

Nach dem Auftritt Plauderei mit den Musikern und Besuch im Domizil, wo von manchen die aufgelegte elektronische Tanzmusik angemessen rezipiert/getanzt wurde: Wie die Zombies, zum ewig gleichen Beat.

Teresa Bergman Website mit Tourdaten und Albuminformation

Geht hin, hört zu, tanzt mit! Die sind großartig.


Sonntag, April 12, 2015

Cynthia Nickschas & Friends & Family im Cafe Amelie

Das Café Amélie bietet regelmäßig Konzerte im Wohnzimmerambiente zum Sitzen und Tanzen. Am Freitag, den 11. April, spielten Jule Nickschas und Cynthia Nickschas mit Freunden mitten im Dönerdreieck und brüllten den Gästen auf charmante Art die Seelen, die ihnen vielleicht beim Shoppen verloren gegangen waren, zurück in die Leiber. Das kam überraschend für Zuhörer, die seichte Singersongwritermädels erwarteten. Und es tat gut.
Beim Soundcheck war ich schon da und wurde von einem Familienhund begrüßt und von vielen freundlichen Gesichtern. Damit schien die Welt schon in Ordnung. Während die Musiker zu Abend aßen, plauderte ich und sah mich in der kleinen Kunstausstellung Läuft von Andreas Rosental und Norbert Umsonst um, die auch später noch für Gesprächsstoff sorgte, über ästhetische Produkte, Höhlenmalerei und Kinderzeichnungen.
Julia Nickschas machte den Auftakt und spielte ein Set mit Hut und Akustikgitarre und sang rauh-sanft-schön Ich will leben. Nach kurzer Pause spielten Cynthia Nickschas & Friends auf, mit abgetragenem Zylinder und passender Stimme, zwei Akustikgitarren, Akustikbass, Saxophon und Schlagzeug. Irgendwo ist immer ein Hund. Tanz, Plauderei, Zuhören, kurze Pausen. Und sie hörten bis in die späte Nacht nicht auf zu spielen. Zugaben, Gastauftritt von Vater Reinhard (der mir von YouTube-Gitarrenvideos bekannt vorkam), mehr Zugaben.

Es bleibt ein starker Eindruck.

Menschen machen Musik.

Dienstag, Februar 24, 2015

[jttfi] I'm really good at this!

A quick Inkscape sketch of How-not-to-do-things.
I am really good at this. (ald)
Featuring Orange.

Donnerstag, Februar 19, 2015

Rattenleben

Eine kleine Rattenstudie mit Krita und Wacom Intuos.

Mittwoch, Februar 18, 2015

Roboterleben

Nochmal mit anderem Blau.

Eine weitere kleine Roboterstudie mit Krita und Wacom Intuos (ald)

Dienstag, Februar 17, 2015

Illustrationsstudien mit Krita

Entwurf des Protagonisten für einen englischsprachigen Schundroman
mit dem Arbeitstitel 'Day Job'. (ald)

Roboterkritzelei. (ald)

Dienstag, Februar 10, 2015

[jttfi] Like Wolverine

"Like Wolverine" (ald)
Inkscape (0.91) and Wacom Intuos 5

Just trying to fit in

A couple of days ago I doodled with Inkscape and my Wacom tablet, and created a monster. Quite accidentally it seemed. What's more, the monster talked to a dachshund and shouted "I created monsters!" as if it was the only one and had to put on the mad scientist's coat and work on weird experiments in some underground facility to create itself some companions.

So, I sketched out a few characters and a background story and decided to give it a go.

I'm not sure if or when I will continue the Lost Socks web-comic, because right now, I'm just trying to fit in and the loveable green monster is ... well, a loveable green monster. Ain't we all?

Freitag, Februar 06, 2015

Gitarrenunterricht


Cartoon - Inkscape mit Grafiktablett (ald)

Freitag, Januar 09, 2015

2014 Same old songs



Im Oktober 2010 nahm ich innerhalb einer knappen Stunde ein improvisiertes, rohes und ungeschnittenes Album im Rahmen meines croon papillon Projekts auf. Die zugrundeliegende Stimmung während des Schaffensprozesses lässt sich eindeutig als Blues beschreiben. Der Titel Failing Your Expectations (and failing my expectations) ist für mich insofern auch Bluesmusik, obwohl weder Form noch Tonmaterial dafür sprechen, alsdass diese akute Stimmung zum Ausdruck gebracht wird. Das Bewusstwerden des wiederholten Scheiterns und Nichterfüllens von Erwartungen - immer und immer und immer und immer wieder.

Neben diesem Titel begleitete mich Eden Ahbezs Nature Boy durch das Jahr. Von dem Stück fertigte ich am 17. November 2014 eine deutsche Übersetzung.

Ein Junge war's;
ein mysteriöser Junge war's.
Man sagt, er streunte weit umher,
weit umher,
über Land und Meer.

Sein Herz war schwer
von Traurigkeit,
an Weisheit war er reich.

Und dann einmal,
begegnete ich ihm einmal.
Grad sprachen wir von allerlei Narretei,
da sagte er zu mir:
Zu lieben und geliebt zu sein
's das Größte!
Merk es Dir.

(deutsch von Alexander-Lars Dallmann)

Charlie Chaplins Smile spielte ebenfalls eine Rolle. Keine Übersetzung, dafür unzählige Variationen unterwegs, unter der Dusche und die beißende Erkenntnis, dass in den Text sowohl Erlösung als auch zynisches Maskenspiel gelesen werden kann. Wer nicht in der Stimmung ist, dem ist zum Lachen nicht zumute. Etwas später sicherlich. (Dazu empfehle ich die Lektüre von Otto Friedrich von Bollnows Wesen der Stimmungen.)

Mark Knopflers True love will never fade bezeugt mit dem Titel zwar die Gewissheit, dass wahre Liebe nicht vergeht, die Erfahrung offenbahrt aber, dass Beziehungen trotzdem scheitern können. John Hartfords Gentle on my Mind ist eines meiner Lieblingsstücke von Elvis Presleys Memphis Record und seit letztem Jahr fester Bestandteil meines Repertoires. Genauso wie Dave Matthews Gravedigger und Town van Zandts Tecumseh Valley. Die etwas leichtherzigeren Stücke King of the Road und Houston (für das ich eine deutsche Übersetzung mit dem Titel Gießen schrieb) ebenfalls.

Textarbeit und Komposition eigener Stücke sind gerade mit dem Projekt Hamburch-Berlin (über Gießen), das der Hamburger Arne Niemann mit mir im Herbst 2014 begonnen hat, aktuell geworden. Zwei kleine Auftritte gab es bereits. Mehr dazu an anderer Stelle.


croon papillon, creative commons und YouTube

Ein paar YouTuber machten sich die creative commons Lizenz der croon papillon Aufnahmen zunutze und verwenden verschiedene Titel als Soundtrack für ihre Videos. Das ist zum einen im Sinne des Erfinders und zum anderen gefällt es mir, zu sehen, welche Art Videos damit ergänzt werden.








Samstag, Januar 03, 2015

Ein wundersames Jahr 2015

Im Juni 2015 wird der Kein Künstler Blog zehn Jahre alt. Vielleicht Anlass dafür, die diversen skizzenhaften Projekte dieser Zeit zusammenzufassen und einen Abschluss zu finden, um daraus etwas Neues zu schaffen.

Ich wünschen jedenfalls allen Leserinnen und Lesern ein frohes, heilsames und friedvolles Jahr 2015!